post

Felix Schütz besucht U23 Mannschaft

Der Nationalspieler Felix Schütz gehört auch international zu den erfahrensten deutschen Eishockeyspielern. Er spielte bereits mit jungen Jahren in der höchsten deutschen Eishockeyliga (DEL), konnte Erfahrungen in Kanada sammeln und ist derzeit der einzige Deutsche in der , wie er selber sagt zweit stärksten Liga der Welt, der KHL in Russland. Mit seinen 27 Jahren ist er schon weit herumgekommen und kann somit aus einem reichen Erfahrungsschatz rund ums Eishockey berichten.
Das war auch der Grund, warum ihn die Verantwortlichen des EV Aich eingeladen haben. Ihre jungen Nachwuchsspieler sollten Tipps von einem Profi erhalten und die Gelegenheit haben Fragen zu stellen.
Und ein Profi ist er durch und durch, wie aus seinen umfangreichen Schilderungen hervorging. Wie kommt man zu einem solchen Hochkaräter und warum nimmt sich so einer die Zeit, waren schon im Vorfeld die Fragen. Schütz hält sich während seiner eishockeyfreien Zeit im Sommer in seiner Heimatstadt in Erding fit. U.a. spielt er bei den Erding Crowns Inline Hockey zusammen mit dem Aicher Torhüter Johannes Pfafferott, der dort das Tor hütet. Beide wurden übrigens vor kurzem zusammen Deutscher Inline Hockey Meister. So kam der Kontakt nach Aich zustande. Und er will etwas zurückgeben, an den Eishockeynachwuchs, von dem was er durch den Sport bekommen hat – später vielleicht einmal Nachwuchstrainer werden. Aus diesem Grund sei er auch gerne gekommen.
Mit seiner sympathischen und lockeren Art gelang es ihm, die vielen Fragen zu beantworten und gleichzeitig immer wieder wichtige Verhaltensweisen zu vermitteln. „Natürlich ist in dem Alter zwischen 15 und 20 Jahren auch Partymachen angesagt, aber ihr solltet immer eure Grenzen kennen. Wer meint regelmäßiges Sommertraining sei nicht wichtig, wird sich auch auf dem Eis nicht weiterentwickeln“ so Schütz. „Meinen Kindern würde ich raten, wenn ihr was macht – macht es richtig und konsequent.“ Das gilt für ihn aber nicht nur für’s Eishockey. Wenn man etwas erreichen will, muss man einen Fokus darauf haben. In dem Alter zwischen 15 und 20, das für ihn das wichtigste für die Entwicklung eines Sportlers ist, sind auch Schule und Ausbildung wichtig, die man ebenfalls nicht aus dem Auge verlieren darf.
Auf die Frage, warum so manches Nachwuchstalent plötzlich verschwindet und sich bei den Senioren nicht mehr durchsetzen kann, wusste Schütz nicht nur die passende Antwort sondern konnte auch ein konkretes Beispiel nennen. „Ich hatte im Nachwuchs einen Freund, der war mindestens genauso gut wie ich. Aber er war stinkfaul, hatte die verkehrten Freunde und hat sich so seine Eishockeykarriere verkorkst. Er würde jetzt vieles drum geben, wenn er das nachholen könnte.“

Das wichtigste für ihn ist glücklich zu werden und Spaß zu haben mit dem was man macht. Dafür muss man aber 100 % geben, fest an sich glauben und alles mit Leidenschaft machen. Trotzdem wird man aber nicht jeden Tag Spaß haben. Aber da muss man dann auch durch. Das war auch das Stichwort für ihn, um auf die unterschiedlichen Trainingsmethoden, die er in den verschiedenen Kontinenten und unter verschiedenen Trainern erlebt hat, einzugehen. Während Kanadier und Skandinavier auch immer Spaß vermitteln wollen und mit positiven Verstärkungen arbeiten, ist bei den osteuropäischen Trainern und vornehmlich bei den Russen Druck und Kontrolle angesagt.
Auch auf die Situation im deutschen Eishockey kam Schütz zu sprechen. Seiner Meinung nach gibt es hier sehr viele Baustellen sowohl bei den Clubs als auch in der Nationalmannschaft. „Es gibt zu viele, oft zweitklassige Ausländer in der DEL, so dass junge deutsche Spieler zu wenig eingesetzt werden. Und wenn, dann werden sie in die vierte Reihe gesteckt und sitzen i.d.R. auf der Bank. Die DEL ist dominiert von ausländischen überwiegend kanadischen Managern und Trainern. Da haben deutsche Nachwuchstalente wenig Chancen.“ Im Übrigen ist er der Meinung, dass in den Kabinen deutsch gesprochen werden sollte und nicht wie in den meisten fast nur englisch.
In Russland käme niemand auf die Idee nicht russisch zu sprechen, auch wenn in seiner Mannschaft zur Zeit zwei Schweden und zwei Kanadier spielen. Und selbst wenn ein Finne Trainer ist, wird mit einem Dolmetscher ins Russische übersetzt. Die Nationalmannschaft sollte seiner Meinung nach nicht nur auf hartes und kampf- betontes Spiel setzten. Das ist im Eishockey Grundvoraussetzung, das muss jede Mannschaft machen. Deutschland muss wieder seinen eigenen Stil finden und die technischen und läuferischen Komponenten verbessern. Der derzeit beste Eishockeyspieler der Welt ist seiner Meinung nach Sidney Crosby. „Er spielt am perfektesten Eishockey“ urteilt Schütz über den aktuellen Weltmeister.

„Gerne würde ich irgendwann wiederkommen“ versicherte Schütz zum Schluss „denn es hat mir großen Spaß gemacht, den sichtlich interessierten Jungs Tipps und Motivation nicht nur fürs Eishockey zu geben.“
Bezeichnend für sehr sympathischen Sportler war die Antwort auf die Aussage, dass er 2010 im Eröffnungsspiel der WM gegen die USA den 2:1 Siegtreffer erzielt hat. „Da hatte ich Glück, der Schuss wurde von mir nur abgefälscht.“ Keine Spur also von Arroganz oder Überheblichkeit des sympathischen und bodenständigen Eishockeystars.

k_U23_Schütz_01

k_U23_Schütz_03

k_U23_Schütz_02

 

 

 

post

Abschlussfeier und Jahreshauptversammlung beim EV Aich

Bericht aus der Moosburger Zeitung von Bernd Spanier

Ein kleiner Verein, der Großes leistet

Der kleine EV Aich war in der abgelaufenen Eishockeysaison sportlich wieder ganz groß. Als erneuter Vizemeister der Bezirksliga hatten die Aicher wieder allen Grund zum Feiern und es gab vor der Jahreshauptversammlung am Samstag erstmal ein gemeinsames Spanferkelessen für alle Akteure und Freunde des Vereins. So gestärkt versammelten sich dann so viele Aktive, Offizielle und Anhänger im Schützenheim wie noch nie. Denn es stand neben den üblichen Rechenschaftsberichten und einer tollen Präsentation der vergangenen Saison auch eine Aussage über die U23-Mannschaft an.

Zwei Jahre hintereinander Vizemeister zu werden sei kein leichtes Unterfangen, sagte Vorsitzender Wolfgang Hauk, doch der EVA habe das geschafft. Dabei ist Eishockey ein teurer Sport und trotzdem sind die Spieler bereit, nicht nur Zeit, sondern auch Geld zu opfern, um diesem Hobby nachzugehen. Denn beim EVA zahlen alle Spieler ihren Mitgliedsbeitrag und dürfen dazu noch tatkräftig arbeiten, wie beim Dorffest. So sei er besonders stolz auf seine Spieler, die mit ihrem Verein so verbunden sind, „einem Verein, der komplett unabhängig ist“. „Hier stehen Loyalität und Ehrlichkeit an erster Stelle“.
Hauk warnte jedoch davor, dass es auch wieder härtere Zeiten geben werde, aber mit dem Zusammenhalt werde man auch diese meistern. „Man sollte zusammenhalten und nicht gegenseitig arbeiten“, so Hauk weiter und betonte besonders, dass der EVA genauso zu Moosburg gehöre wie andere Vereine. Aich sei ein Stadtteil wie die Bonau oder die Neustadt, dies bedeute die gleichen Rechte und Pflichten für alle Moosburger Vereine – damit spielte er wohl auf den Antrag des EVA an den Stadtrat an, für die Nutzung des Eisstadions eine monatliche Pauschale zu bezahlen, anstatt jede Trainingseinheit einzeln.
Der größte Ausgabenposten des Vereins seien die Eiszeiten, sagte Kassier Angela Hartwig. Desweiteren schlugen Verbandsabgaben, Schiedsrichter- und Beförderungskosten stark zu Buche. Nur dank großzügiger Spender könne man mit einem kleinen Polster in die neue Saison gehen. Die Revisoren bestätigten eine vorbildliche Kassenführung und die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet.

Den Saisonbericht gab Schriftführer Hanns Koller mit einer Powerpoint-Präsentation. Er erklärte, dass der EVA heuer nicht aufsteigen habe können. Die Aicher waren zwar wieder Vizemeister geworden, hatten aber auf das Aufstiegsrecht im letzten Jahr verzichtet. Mit Heinz Zerres habe man auch weiter einen Toptrainer, der dieses Amt schon in der 1. Bundesliga inne hatte. Ein großer Dank galt Markus Heinrich für seine Dienste als Mannschaftsbetreuer. Dann ging Koller auf die Sportsaison ein, in der es in der Bezirksliga auch erstmals ein Penaltyschiessen gab, das der Verein vor drei Jahren beim Verband beantragt hatte.
Die Topscorer erhielten kanadische Silberdollars. Bester war Michael Lackner (28 Tore, 34 Vorlagen) vor Andreas Koller (14 + 32) und Alexander Scholz (20 + 19). Den Pokal „Rookie of the Year“ erhielt Raphael Wild. Auch der Trainer bedanke sich beim Team mit einer ganz besonderen Maschine für Durstige.
Im nächsten Jahr begeht der EV Aich dann sein 40-jähriges Jubiläum, denn am 12. Juni 1976 wurde der Verein gegründet. Für heuer steht natürlich wieder das Dorffest mit einem mehrtägigen Programm an.

Ehrungen beim EV Aich (v.l.): Vorstand Lorenz Zach, Spielgruppenleiter Hans Aiglstorfer, Trainer Heinz Zerres, Raphael Wild, Andreas Koller, Michael Lackner, Alexander Scholz, Vorstand Wolfgang Hauk

Ehrungen beim EV Aich (v.l.): Vorstand Lorenz Zach, Spielgruppenleiter Hans Aiglstorfer, Trainer Heinz Zerres, Raphael Wild, Andreas Koller, Michael Lackner, Alexander Scholz, Vorstand Wolfgang Hauk