EV Aich gewinnt im Penaltyschießen gegen Dachau

So richtig sind die Aicher Eishackler noch nicht in die Erfolgsspur zurückgekehrt, wie sie es sich für die Partie gegen den ESV Dachau vorgenommen haben. Obwohl ein Großteil der zuletzt fehlenden Spieler wieder im Kader stand, haben sie sich gegen den Tabellenfünften schwergetan. Aber zumindest war es für die zahlreichen Fans bis zum Schluss spannend und nach dem gewonnenen Penaltyschießen blieb auch der wichtige Zusatzpunkt für den Kampf um die Playoff Plätze im heimischen Stadion.

Bis dahin war es ein hartes Stück Arbeit, denn die Dachauer wussten, wie sie die Aicher Sturmreihen in Schach halten konnten. Sie haben früh gestört und mit erlaubten und manchmal auch unerlaubten Mitteln gerade die torgefährlichen Stürmer in Schach gehalten. Dies wurde auch nicht immer von den ansonsten guten Unparteiischen geahndet. Die Gastgeber dagegen begannen zu verhalten und ließen das sonst so effektive Forechecking vermissen. Trotzdem hätten sie in der 2. Spielminute in Führung gehen können. Der Aicher Treffer wurde aber nicht gegeben, da unmittelbar vorher abgepfiffen wurde.

Und so erwischten die Gäste den besseren Start. In der 5. Spielminute erzielten sie nach einer Unachtsamkeit in der Aicher Defensive den Führungstreffer. Das rüttelte die Aicher aber immer noch nicht wach. In der 13. Minute erhöhte Dachau mit einem Mann mehr auf dem Eis auf 2:0. Spätestens jetzt war den Mannen um Kapitän Urzinger aber klar, dass sie einen Zahn zulegen müssen. Die Aicher setzten sich im gegnerischen Drittel fest und nach Vorarbeit von Sebastian Lachner erzielte Tobias Fengler mit einem Hammer von der blauen Linie den Anschlusstreffer. Keine Minute später bediente Neuzugang Andreas Herrmann Lorenz Dichtl zum Ausgleich.

Mit dem 2:2 ging es in die erste Drittelpause. Der Aicher Coach fand anscheinend die richtigen Worte in der Kabine, denn seine Schützlinge gingen jetzt deutlich konsequenter zu Werke. In Überzahl gingen die Gastgeber schließlich in Führung. Einen platzierten Schuss von Christian Koller von der blauen Linie lenkte Lorenz Dichtl unhaltbar zum 3:2 ab. Wer nun dachte es geht so weiter sah sich getäuscht. Bei einer über einminütigen 2-Mann-Überzahl verpasste der EVA einen Treffer nachzulegen. So konnten die Dachauer zurückkommen und erzielten zu Beginn des letzten Drittels den 3:3-Ausgleich. Die Aicher hatten im weiteren Spielverlauf mehr Spielanteile und drängten auf die erneute Führung. Als dann aber ein Aicher auf der Strafbank musste, trafen die Gäste in der 53. Minute in Überzahl zum 4:3. In der Folge war die Partie ausgeglichen und beide Mannschaften hatten aussichtsreiche Chancen, die aber jeweils von den Torhütern vereitelt wurden. In der 56. Minute setzte sich Andreas Koller nach einem Zuspiel von Lorenz Dichtl durch und brachte seine Mannschaft mit einem sehenswerten Treffer zurück ins Spiel.

In der regulären Spielzeit war aber nicht mehr drin und so kam es erstmals in dieser Saison zum Penaltyschießen. Kevin Steiger verwandelte den ersten Penalty gewohnt sicher. Der Dachauer Karl dagegen konnte den Aicher Torhüter Pfafferott nicht überwinden. Als dann auf Aicher Seite Sebastian Lachner ebenfalls verwandelte und der Dachauer Braun wieder nicht traf, war die Partie entschieden.

Die Aicher stehen nach diesem Sieg wieder an der Tabellenspitze. Am nächsten Freitag ist der EC Pfaffenhofen zu Gast in der Clariant Arena. Am Sonntag geht es zum Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten nach Königsbrunn.

post

Heimspiel gegen Dachau – drei Comebacks und ein Neuzugang

14.01.2023. Zum ersten Heimspiel im neuen Jahr empfängt der EV Aich am Samstag um 17:15 Uhr den ESV Dachau in der Clariant Arena. Das Hinspiel war eine Zitterpartie für den EVA. Nach einer schnellen 4:1-Führung im ersten Drittel behielt die Aicher am Ende denkbar knapp mit 6:5 die Oberhand.

Die Dachauer stehen aktuell mit sieben Siegen – zwei davon nach Penaltyschießen – aus 11 Spielen und 19 Punkten auf dem 5. Tabellenplatz. Der Rückstand auf die Viertplatzierten Freisinger beträgt 4 Punkte, allerdings haben die Woodpeckers zwei Spiele weniger absolviert und könnten angesichts der im bisherigen Saisonverlauf gezeigten Leistungen durchaus noch aufschließen.

Der EV Aich sollte also gewarnt sein und muss eine geschlossene Mannschaftsleistung abrufen, um im Kampf um die Playoff-Teilnahme die Punkte zu behalten. Nach der deutlichen Niederlage am vergangenen Wochenende gegen Gebensbach gilt es, schnell wieder in die Erfolgsspur einzubiegen. Das Restprogramm hat es nämlich in sich und die Spitzengruppe ist am vergangenen Wochenende wieder enger zusammengerutscht.

Dabei helfen sollen einige Rückkehrer in die zuletzt arg dezimierte Truppe von Trainer Georg Herrmann. Die im letzten Spiel fehlenden Lachner (Urlaub), Dichtl (beruflich), Erl und Schwenk (beide krank) sind wieder mit an Bord. Verteidiger Kevin Steiger gibt sein Comeback, er stand aus beruflichen Gründen seit Ende November nicht zur Verfügung. Stürmer Andreas Koller kehrt nach 6-wöchiger Verletzungspause in den Spielbetrieb zurück. Noch länger warten musste Lukas Assig. Er hatte sich in der Vorbereitung eine Knieverletzung zugezogen und absolviert sein erstes Spiel.

Zudem wird heute ein Last-Minute-Neuzugang sein Debut geben. Der Coach versuchte schon länger ihn zu überzeugen,  jetzt hat er sich endlich dazu entschieden, im rot-weißen Trikot aufzulaufen. Die Rede ist von Andreas Herrmann, Stürmer und Sohn des Aicher Trainers. Im Training ließ er sein Potential schon aufblitzen, die Offensivabteilung wird mit ihm noch unberechenbarer.

Erste Niederlage gegen Gebensbach

„Es war nur eine Frage der Zeit, bis diese Serie reißt“, so EVA-Trainer Georg Herrmann nach dem Spiel. „Bei der Trainingsbeteiligung in der letzten Woche war das fast zu erwarten“, womit der die Liste an Ausfällen meinte, die mittlerweile fast länger ist als die der verfügbaren Spieler. In der Defensive fehlten Steiger und Erl, im Sturm musste der Trainer mit Lachner, Poetzel, Koller, Dichtl, Schwenk und Korn auf zwei komplette Reihen verzichten, die Langzeitverletzten Scholz und Assig noch gar nicht mitgerechnet.

Da war es nicht verwunderlich, dass die elf Verbliebenen eher defensiv eingestellt in die Partie gingen, um den mit voller Besetzung angetretenen Gebensbachern nicht ins offene Messer zu laufen. Die Taktik ging im ersten Drittel auf, auch weil Gebensbach gehörigen Respekt vor dem Tabellenführer aus Aich zeigte. Anstatt die dezimierten Gäste durch aggressives Forechecking unter Druck zu setzen zogen sich die Gastgeber bei Aicher Scheibenbesitz ebenfalls zurück, wodurch im ersten Drittel ein eher tempoarmes Spiel  entstand. Andreas Weinberger fischte hinten einiges weg und bei den wenigen aber durchaus gefährlichen Chancen der Gebensbacher war Aichs Torwart Pfafferott der gewohnt sichere Rückhalt, sodass es mit 0:0 in die erste Pause ging.

Auf den Rängen wünschten sich die mitgereisten Zuschauer, dass sich die jungen Aicher Stürmer offensiv mehr zutrauten und tatsächlich schnürte der EV Aich die Gastgeber zu Beginn des zweiten Abschnitts in deren Drittel ein. „Und dann bekommst du so ein Scheißtor.“ kommentierte der als „Spion“ anwesende Waldkraiburger Robert Lode den Gebensbacher Führungstreffer in der 24. Minute. Ärgerlich aus Aicher Sicht, aber dem Spielverlauf entsprechend nicht unverdient. Die Gastgeber hatten in der Folge mehr vom Spiel und erhöhten durch zwei Treffer in der 32. und 39. Minute auf 3:0.

Im letzten Drittel schwanden die Kräfte bei den Gästen zusehends. Dass Gebensbach defensiv verwundbar gewesen wäre zeigte Philipp Heiles mit dem 3:1-Anschlusstor bei eigener Unterzahl in der 47. Minute.  Zu mehr reichte es aber nicht mehr. Kurz danach stellen die Gastgeber den 3-Tore-Abstand wieder her und das brach dem EVA endgültig das Genick. Nach einem Doppelschlag zum 6:1 nahm der EV Aich eine Auszeit, um nicht völlig den Faden zu verlieren.  „Irgendwann geht in so einem Spiel die Kraft aus“, kommentierte Aichs Coach nach dem Spiel diese Phase „und dann machst du solche Fehler“, womit er die Einladungen zum Toreschießen meinte. Symptomatisch dafür war der Schlusspunkt zum 8:1, als Pfafferott einen Schuss von der blauen Linie abwerte, drei Aicher vor dem Tor waren, aber der Gebensbacher genau richtig stand und ins leere Tor einschieben konnte.

Trotzdem hatte der Trainer nach der Partie lobende Worte für seine Mannschaft: „Respekt für diese Leistung heute, jeder hat bis zum Schluss alles gegeben.“ Gleichzeitig richtete er den Blick schon wieder nach vorne und hofft auf einige Rückkehrer für kommende Woche, wenn Dachau am Samstag um 17:15 Uhr zum Rückspiel kommt.

Ob den Gebensbachern der Sieg im Kampf um die Playoffplätze hilft wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Aus eigener Kraft können sie den Sprung auf Platz zwei nicht mehr schaffen, aber die Spitzengruppe ist enger zusammengerückt.  Auf Platz 1 steht nach wie vor der EVA mit 30 Punkten aus 11 Spielen, gefolgt von Königsbrunn (28 Punkte/12 Spiele) und Gebensbach (26 Punkte/13 Spiele). Für die aktuell Viertplatzierten Freisinger (23 Punkte/12 Spiele) dürfte der Zug bereits abgefahren sein.