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EV Aich müht sich zu Heimsieg gegen Ottobrunn – Pollner verletzt

Dass es auch gegen vermeintliche Hinterbänkler nicht einfach ist mussten die Aicher am Samstag gegen den Tabellenvorletzten ERSC Ottobrunn zur Kenntnis nehmen. Der Aicher Coach hatte seine Truppe bereits in den letzten Trainings eingebläut, keinen der nächsten Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Und das bewahrheitete sich vor allem im ersten Spielabschnitt. Die erste Großchance hatten allerdings die Aicher, als sie zu dritt frei auf den Ottobrunner Torhüter zusteuerten, Tom Pollner aber doch knapp scheiterte.

In der Folge waren dann aber die Ottobrunner spielbestimmend, schnürten den EVA phasenweise im Drittel ein und erarbeiteten sich gleiche mehrere dicke Chancen. Dem Aicher Torhüter Johannes Pfafferott war es zu verdanken, dass die Gäste in dieser Phase zu keinem Treffer kamen. Als in der 10. Minute dann ein Aicher in der Kühlbox saß, dauerte es keine 10 Sekunden und die Ottobrunner erzielten das 1:0. Die Aicher waren nun anscheinend wachgerüttelt und kamen besser ins Spiel. In der 11. Minute prüfte Andreas Koller mit einem Weitschuss den Gästetorhüter. Kurz darauf war er dann machtlos als Daniel Korn nach einem Schuss von Stefan Urzinger den Abpraller zum Ausgleich verwertete.

Die nächste Überzahl nutzten die Aicher in der 14. Minute  durch ihren Kapitän Stefan Urzinger (Scholz/Korn) zum 2:1 Führungstreffer. Kurz darauf hatte der Ottobrunner Thomas Huber den Ausgleich auf dem Schläger, alleinstehend vor dem Aicher Goalie blieb er aber nur zweiter Sieger. Die Aicher machten es im Gegenzug besser und erhöhten durch Matt Puntureri (A. Koller/Jarczyk) auf 3:1.

Trotz der Führung fanden die Aicher auch im Mitteldrittel nicht zu ihrem gewohnten Spiel. Durch viele Leichtsinnsfehler kamen die kampfstarken Gäste immer wieder zu besten Torchancen und hielten die Begegnung weiterhin offen. „Wir haben es von Anfang an versäumt den Gegner durch konsequentes Forechecking unter Druck zu setzen und sie so viel zu sehr ins Spiel kommen lassen“, war das Resümee nach dem Spiel des Aicher Trainers Herrmann.

Auch nach dem 4:1 durch Andreas Koller (Alexander Neumeier) in Unterzahl steckten die Gäste nicht auf und kamen 5 Sekunden vor Ende des 2. Drittels zu ihrem 2. Treffer. Im letzten Spielabschnitt mussten die Ottobrunner dann aber ihrer knappen Personaldecke Tribut zollen. Die Aicher zogen nach zwei Treffern von Alexander Scholz auf 6:2 davon. In dieser Phase verhinderte der Torhüter der Gäste Schinner eine zweistellige Niederlage. Gleich mehrere hundertprozentige Chancen von Jarczyk, Trautmann, Kreuzer, C. Koller u. Schwenk konnte er mit tollen Reflexen entschärfen. In der 59. Minute war er aber dann machtlos als A. Koller (Puntureri/ C. Koller) den Endstand zum 7:2 erzielte.

Der Ottobrunner Coach war trotz der deutlichen Niederlage mit der kämpferischen Einstellung seiner Truppe sehr zufrieden. „Im ersten Spielabschnitt hätten wir mit etwas Glück durchaus deutlicher in Führung gehen können. Zum Schluss hatten wir es der sehr guten Leistung unseres Torhüters zu verdanken, dass die Niederlage nicht höher ausfiel.“

Die Aicher mussten sich den Sieg allerdings teuer erkaufen. Noch im ersten Drittel zog sich EVA-Stürmer Thomas Pollner nach einem Zweikampf an der Bande einen komplizierten Schlüsselbeinbruch zu. Er muss operiert werden und fällt für den Rest der Saison aus.

 

 

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EV Aich steht vor richtungsweisendem Wochenende – Emil Svec kommt

Für den EV Aich beginnt die heiße Schlussphase in der Vorrunde der Bezirksliga. Nach dem spielfreien Wochenende ist der EV Aich in der Tabelle vom ersten auf den dritten Rang abgerutscht. Allerdings sind die für die Playoff-Qualifikation notwendigen Plätze 1 und 2 weiter äußerst eng umkämpft. Ganz oben steht momentan wieder Waldkraiburg mit 35 Punkten aus 15 Spielen vor Inzell mit 34 Punkten (15 Spiele) und dem punktgleichen EV Aich (13 Spiele).

In dem bevorstehenden „Doppelwochenende“ warten gleich zwei harte Brocken auf die Schützlinge von Trainer Georg Herrmann. Am Samstag ist um 17:15 Uhr der ERSC Ottobrunn zum letzten Heimspiel im heimischen Stadion zu Gast, tags darauf geht es dann auswärts gegen den EK München. Beide Mannschaften stehen zwar im unteren Tabellendrittel, was aber nicht ihrer wahren Spielstärke entspricht.

Ottobrunn hat zuletzt in Berchtesgaden einen 4:2 Sieg eingefahren. Mit einem deutlichen 15:1 Sieg gegen Bad Aibling und einem 8:4 gegen Dorfen haben sie zusätzlich unterstrichen, dass ihnen einiges zuzutrauen ist. Die letzte 1:5 Niederlagen gegen Waldkraiburg war nach eigenen Angaben unglücklich. In dem ausgeglichenen Spiel lag es an der Chancenverwertung, die bei den Waldkraiburgern deutlich besser gewesen sein soll.

Ohne Verschnaufpause geht es dann am Sonntag nach München ins Olympiastadion. Spielbeginn ist um 19.45 Uhr. Auch die Münchner haben vor allem in den letzten Spielen ihr Potential gezeigt. Ein 6:4 Sieg in Berchtesgaden sowie ein deutlicher 8:3 Erfolg zuhause gegen Pfaffenhofen sprechen eine deutliche Sprache. Wie schwer es gegen den MEK zu spielen ist mussten die Aicher beim knappen Heimsieg vor zwei Wochen erfahren.

Die Mannen um Kapitän Stefan Urzinger sollten also gewarnt sein und keinen der beiden Gegner unterschätzen. Der Aicher Coach kann bis auf den langzeitverletzten Rotzinger voraussichtlich auf seine komplette Truppe zurückgreifen und will natürlich eine ähnlich gute Leistung wie in den letzten Spielen bei seiner Mannschaft abrufen.

Ein besonderes Schmankerl gibt es vor allem für die älteren Fans des EVA. Wenn der Name Emil Svec fällt, dann kommen Erinnerungen an die erfolgreichste Zeit der 90er Jahre auf, als der tschechische Stürmer im Trikot des EVA mit seiner unnachahmlichen Spielweise den Gegnern das fürchten lehrte. Sein Sohn soll nun beim abstiegsbedrohten Moosburger Nachbarn die nötigen Tore für den Klassenerhalt schiessen und so dürfen sich auch die Fans vom EV Aich freuen, wenn Emil sen. auf einen Besuch im Stadion vorbeischaut.

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EV Aich erklimmt mit Sieg Platz 1

Spitzenreiter, Spitzenreiter… skandierten die Aicher Fans nach dem spannenden und hochklassigen Spiel gegen Waldkraiburg 1b. Das Spitzenspiel Tabellenerster gegen den Tabellendritten hat alles gehalten, was sich die Zuschauer gewünscht haben. Ein schnelles, spannendes Eishockey auf hohem Niveau mit einem alles in allem verdienten Sieg für die Aicher.

Der Trainer der Löwen Robert Lode sah „ein geiles Eishockey zwischen zwei sehr guten Mannschaften, die sich nichts geschenkt haben. Wir haben in 8 Minuten das Spiel verloren. Da haben die Aicher drei Tore erzielt und wir konnten nichts mehr entgegensetzten.“

Und das waren die ersten acht Minuten im letzten Drittel. Bis dahin stand es nämlich unentschieden und einmal mehr haben die Aicher gezeigt, dass auch die Fitness stimmt und sie im letzten Drittel noch zulegen können.

Das war auch nötig, denn im ersten Drittel waren die Löwen die bessere Mannschaft. Mit schnellen Angriffen kamen sie immer wieder gefährlich ins Aicher Drittel und Linus Messerer im Aicher Tor konnte sich mehrfach auszeichnen. In der 8. Minute war er aber dann machtlos, als Tobias Jakob das 1:0 für die Gäste erzielte.

Zu Beginn des zweiten Drittels mussten die Aicher dann gleich mehrmals ein Überzahlspiel der Gäste überstehen. Im Gegensatz zur letzten Begegnung gegen München, machten Sie es diesmal richtig gut. Selbst bei 5 gegen 3 konnten sie mehrmals einen Treffer der Löwen verhindern. In der 28. Minute dann der Ausgleich durch Daniel Korn für den EV Aich. Doch der hielt nur für Sekunden, denn in derselben Minute trafen die Gäste zur erneuten Führung.

Die Aicher hielten aber dagegen und hatten ihre nächste Chance durch Tom  Pollner, der mit einem Weitschuss den Gästetorhüter prüfte. In der 32. Minute traf dann Andreas Weinberger (Christoph Schwenk) zum erneuten Ausgleich. Für die erstmalige Aicher Führung sorgte kurz darauf Stefan Kreuzer. Nachdem er zunächst freistehend knapp verzog traf er noch im gleichen Wechsel aus fast identischer Position nach Zuspiel von Christoph Schwenk zum 3:2.

Die Aicher Fans waren jetzt voll aus dem Häuschen und sahen in der Folge Chancen auf beiden Seiten, immer wieder standen beide Torhüter im Brennpunkt. Die Waldkraiburger konnten schließlich in der 37. Minute zum 3:3 ausgleichen und hatten Sekunden vor Drittelende den erneuten Führungstreffer durch ihren Kapitän Hagemeister auf dem Schläger, als dieser in Unterzahl einen Fehlpass der Aicher abfing und mutterseelenallein auf das Aicher Tor zusteuerte. Unter dem Zeitdruck des unmittelbar endenden Drittels ließ er sich dann zu einem eher ungefährlichen Weitschuss hinreißen.

Das letzte Drittel stand ganz im Zeichen der Aicher. 47 Sekunden waren gespielt als Tarek Mustapha nach Vorarbeit von Daniel Korn und Alexander Scholz in Überzahl das 4:3 erzielte. Die nächsten Minuten waren vielleicht spielentscheidend. Waldkraiburg konnte in minutenlanger Überzahl und teilweise sogar mit 5 gegen 3 keinen Treffer erzielen. Sie mussten sogar in nummerischer Überlegenheit in der 46. Minute nach einem Konter durch Daniel Korn (Mustapha/Urzinger) den 5. Aicher Treffer hinnehmen. Als in der 48. Minute dann das 6:3 durch Puntureri nach Zuspiel von Andreas Koller und Herbert Jarczyk fiel, war die Messe gelesen und die Luft bei den Gästen endgültig raus. Die Aicher spielten den Rest des Drittels souverän herunter und ließen nichts mehr anbrennen.

Der Aicher Trainer Georg Hermann hat seiner Mannschaft nach dem Spiel „eine sehr gute spielerische und kämpferische Leistung“  bescheinigt. „Ich war mir auch ziemlich sicher, dass wir das Spiel heute gewinnen“ fügte er hinzu.

Nach diesem Sieg stehen die Aicher nun an der Tabellenspitze und haben  einen großen Schritt in Richtung Playoffs gemacht. Das nächste Wochenende ist spielfrei und dann ist der ERC Ottobrunn zum letzten Heimspiel zu Gast in der Moosburger Sparkassenarena, bevor noch vier Auswärtsspiele auf dem Programm stehen.