Zweistelliger Sieg im Olympiastadion – Pollner verletzt

Wie schon beim Heimspiel erzielten die Aicher auch auswärts im Olympia-Eisstadion gegen den EK Münchner zehn Treffer. Im Gegensatz zum Spiel gegen Inzell konnte der Aicher Coach Georg Herrmann zwar wieder auf die zuletzt zahlreich erkrankten Spieler zurückgreifen. Dennoch fehlte mit Andreas Koller, Lukas Ströbel (beide verletzt), Jonas Maierthaler, Raphael Wild (beide wegen Studium) und Marco Maier immer noch eine ganze Handvoll Spieler. Sorge bereitete dem Aicher Trainer zudem der krankheitsbedingte Ausfall von Torhüterin Nadja Gruber. Kurzfristig sprang aber Teemu Shaper von der U23 als Backup-Goalie ein.

Die Münchener mussten ihrerseits einige Abgänge verkraften, konnten sich aber auch verstärken. Der aktuellste Zugang war Patrik Holler, der vom EV Moosburg zu den Luchsen gewechselt ist. Die Münchner wollten ihre Negativserie von zuletzt vier verlorenen Spielen beenden und versuchten von Anfang an den Aicher Spielaufbau zu stören und mit Kontern zum Erfolg zu kommen. Bereits in den ersten Minuten aber konnte Jens Trautmann den Münchner Goalie Severin Cesak zweimal hintereinander ernsthaft prüfen, doch der Schlussmann der Gastgeber blieb jeweils Sieger. Ebenso erging es kurz darauf dem Münchner Nico Zapletal, als er gegen Johannes Pfafferott im Aicher Tor das Nachsehen hatte.

Den Bann brechen konnte Michael Schwarzkugler (der insgesamt drei Treffer erzielte) als er nach einem präzisen Pass von Christian Koller aus dem eigenen Drittel allein auf das Tor der Gäste zusteuerte und dem Münchner Torhüter keine Chance lies. Selbst in Unterzahl erarbeiteten sich die Aicher jetzt Chancen. Thomas Wilhelm scheiterte nach einem Konter knapp und Tarek Mustapha traf kurz darauf den Pfosten. Genauer zielte in der 13. Minute Alexander Neumeier (Jarczyk/Schwarzkugler), der mit einem Schuss von der blauen Linie zum 2:0 einnetzte. Vor Ende des ersten Spielabschnitts trafen die Aicher noch zweimal. In der 18. Minute wurde Tarek Mustapha von Scholz bestens bedient und erhöhte auf 3:0. Für das 4:0 und damit quasi die Vorentscheidung sorgte anschließend Thomas Wilhelm (C. Koller/Schwarzkugler).

Die Aicher hatten die Gastgeber auch im zweiten Drittel fest im Griff und erhöhten durch Treffer von Schwarzkugler (23. und 33. Min.) und Daniel Korn (29. Min.) auf 7:0. Den einzigen Gegentreffer mussten die Mannen um Kapitän Stefan Urzinger in der 31. Minute hinnehmen. Was dann folgte war ein großes Durcheinander, für das die Schiedsrichter zusammen mit dem Bankpersonal sorgten. Plötzlich saßen sechs Aicher Spieler auf der Strafbank und der verbleibende Rest musste über sechs Minuten mit drei gegen fünf Spielern überstehen. Dank einer Klasse-Leistung von Jo Pfafferot im Aicher Tor gelang den Luchsen in dieser Phase aber kein weiterer Treffer, zumal das Münchner Überzahlspiel oft auch nicht zwingend genug war.

Im letzten Abschnitt war die Luft beim Gastgeber endgültig raus, so dass die Aich noch drei Tore drauflegen konnten. Der für das dritte Drittel zum Stürmer umfunktionierte Kapitän Urzinger traf postwendend (Schwarzkugler/Neumeier) zum 8:1 und Alexander Scholz schraubte das Ergebnis mit zwei weiteren Toren auf 10:1. Einen Wehrmutstropfen mussten die Aicher kurz vor Schluss aber noch hinnehmen. Thomas Pollner verletzte sich bei einem harten Bandencheck des Gegners an der Schulter und musste die Partie vorzeitig beenden.  Glück im Unglück hatte er aber dennoch und das nicht nur wegen der hervorragenden ärztlichen Versorgung in der Kabine. Die am Montag durchgeführte MRT-Untersuchung brachte zwar keine schwerwiegende Verletzung ans Licht, trotzdem wird der pfeilschnelle Stürmer voraussichtlich mindestens zwei Wochen ausfallen.

Eine deutlich schwerere Aufgabe erwartet die Aicher am kommenden Freitag in Berchtesgaden. Die Gebirgler stehen, bei einem Spiel weniger, nur drei Punkte hinter den Aichern in Tabelle. Der EVA hat zudem noch eine Rechnung aus dem Saison-Auftaktspiel offen, das zuhause knapp mit 2:3 verloren ging. Der Mannschaftsbus fährt um 15 Uhr am Moosburger Eisstadion ab. Für Fans besteht Mitfahrgelegenheit.

 

Sonntag im Olympiastadion gegen den MEK – Puntureri zurück im Aicher Trikot

Nachdem das ursprünglich für kommenden Freitag angesetzte Heimspiel gegen Inzell auf den 15.02. verlegt werden musste, steht für die Aicher Eishackler am kommenden Wochenende nur eine Partie auf dem Programm. Am Sonntag um 16:45 Uhr trifft die Mannschaft von Trainer Georg Herrmann im Olympia-Eisstadion auf den Münchner EK. Das Heimspiel zu Saisonbeginn konnten die Aicher souverän mit 10:0 für sich entscheiden. Die Münchner haben sich im Laufe der Saison aber gefangen, konnten unter anderem in Gebensbach triumphieren und schickten die heuer starken Dorfener mit einer 8:1-Klatsche nach Hause. Zuletzt lief es aber nicht mehr wie gewünscht für den MEK. Nach zwei Niederlagen gegen Berchtesgaden mussten sie auch am vergangenen Wochenende im Heimspiel gegen Gebensbach mit 2:7 die Segel streichen. Die Münchner stapeln vor der Partie gegen den EVA wie gewohnt tief. Neben den Abgängen ihres Topscores Sonnengruber und Stephan Kreuzer (der erst vor der Saison vom EVA nach München wechselte) nach Gebensbach plagen den Münchner Trainer auch noch verletzungsbedingte Personalsorgen.  Die Aicher wissen aber, wie gefährlich der MEK vor allem zu Hause ist. Im Kader der Münchner stehen genügend hochkarätige Spieler, allerdings ist der MEK oft eine Wundertüte was die Aufstellung betrifft.

Beim EV Aich werden bis auf die verletzten Andreas Koller und Lukas Ströbel voraussichtlich wieder alle zuletzt erkrankten Spieler dabei sein. Ein Fragezeichen steht noch hinter Daniel Korn, der sich im Spiel gegen Inzell eine Verletzung zugezogen hat. Mit an Bord sein wird am Sonntag auch Herbert Jarczyk, der aus dem Eishockey-Ruhestand zurückgehrt ist und seiner Mannschaft den zuletzt verloren gegangenen Torjägerinstikt zurückbringen will. Besondere Freude herrschte im Aicher Lager, als am Dienstag Matt Puntureri am Münchner Flughafen gelandet ist. Der Publikumsliebling und Topscorer der vergangenen beiden Jahre hat sich schon das neue Aicher Jersey übergestreift. In Inzell darf damit um den sicher geglaubten Playoff-Einzug mehr denn je gezittert werden.

EVA-Vorstand Wolfgang Hauk begrüßt Matt Puntureri in der Aicher Kabine. Das neue Trikot passt schon mal.

Heimspiel gegen Inzell auf 15. Februar verlegt

Das eigentlich für kommenden Freitag angesetzte Heimspiel gegen Inzell muss aufgrund einer Terminüberschneidung mit dem EV Moosburg verlegt werden. Neuer Termin für das Heimspiel gegen Inzell ist Freitag, 15. Februar um 19:30 Uhr in der Sparkassenarena. Die Verlegung wurde erorderlich, weil die Termine für die Landesliga-Relegation vom Verband festgelegt werden. Die Partie wird voraussichtlich reichlich Brisanz mit sich bringen, da die Aicher beim Spiel gegen den aktuellen Tabellenzweiten das Zünglein an der Waage um die Qualifikation für die Playoffs spielen können. Gebensbach, aktuell Trabellendritter lauert auf einen Ausrutscher der Inzeller, um selbst noch auf den begehrten zweiten Platz zu kommen.

Für den EV Aich steht damit am kommenden Woche nur das Auswärtsspiel am Sonntag, 20.01.19 um 16:45 Uhr im Olympia-Eisstadion gegen den EK München auf dem Programm.