02.11.2026. Die Gäste aus der Eisschnelllaufmetropole Inzell waren als Favorit angereist. Schließlich hatten sie die vergangene Saison als Erster der Südgruppe abgeschlossen und auch in der neuen Spielzeit bereits ein Ausrufezeichen gesetzt: Im Auftaktspiel bezwangen sie auswärts die ebenfalls hoch gehandelten Gebensbacher mit 3:1.
Doch die Aicher wollten sich keinesfalls verstecken. So entwickelte sich von Beginn an ein offener Schlagabtausch mit Torchancen auf beiden Seiten. Zunächst hatten die Gastgeber noch Pech bei einem gefährlichen Schuss von Stefan Urzinger, den der Inzeller Torhüter entschärfen konnte. In der siebten Spielminute war dieser allerdings machtlos: Vincenz Maier zog von der blauen Linie ab und Armin Rotzinger, der erstmals im Kader stand, fälschte die Scheibe unhaltbar zum 1:0 ins Tor ab.
Die Inzeller fanden jedoch immer besser ins Spiel und übernahmen zunehmend die Kontrolle. Mit einem Doppelschlag innerhalb von nur 46 Sekunden drehten sie die Partie und gingen mit 2:1 in Führung. In der Folge hatten die Aicher defensiv alle Hände voll zu tun. Dass sie im ersten Spielabschnitt keinen weiteren Gegentreffer hinnehmen mussten, war vor allem ihrem Torhüter Hannes Probst zu verdanken, der mit starken Paraden seine Mannschaft im Spiel hielt.
Offenbar hatte Coach Ben Doucet in der ersten Drittelpause die richtigen Worte gefunden. Denn ab dem zweiten Spielabschnitt präsentierten sich die Aicher deutlich verbessert. Dabei half die erste Überzahl und die dauerte nur sechs Sekunden. Alexander Asen gewann das Bully, Markus Gröger nahm dem Keeper jegliche Sicht und Brian Dunford traf von der blauen Linie zum verdienten 2:2.
Mit zunehmender Spieldauer begegnete der EVA den favorisierten Gästen auf Augenhöhe und wurde zum gleichwertigen Gegner. Mit konsequenter Defensivarbeit gelang es den Aichern nun immer besser, die spielstarken Gäste in Schach zu halten. In dieser Phase fiel auch die erstmalige Führung zum 3:2 (28.) – und der Treffer war beinahe eine Kopie des ersten Tores: Erneut zog Maier von der blauen Linie ab, erneut hielt Rotzinger geschickt seinen Schläger in die Schussbahn und lenkte die Scheibe ins gegnerische Gehäuse. Kurz zuvor hatten die Aicher noch Glück gehabt, als ein vermeintlicher Inzeller Treffer wegen hohen Stocks zu Recht nicht anerkannt wurde. In den Schlussminuten des zweiten Drittels drängten die Inzeller mit schnellen Angriff auf den Ausgleich, aber die Aicher Defensive stand gut. So ging es nach einem insgesamt ausgeglichenen Mitteldrittel mit der knappen Aicher Führung zum letzten Pausentee.
Zu Beginn des Schlussabschnitts mussten die Rot-Weißen zunächst eine Unterzahlsituation überstehen, in der Folge übernahmen sie aber zunehmend die Spielkontrolle. Es hatte fast den Anschein als würde den Inzellern etwas die Luft ausgehen, denn vor allem offensiv kamen sie kaum mehr zur Entfaltung.
In der 48. Spielminute nutzten die Aicher eine Kontersituation aus dem eigenen Drittel für die Vorentscheidung. Über Stefan Urzinger kam der Puck zu Alexander Braun, der mit einem Zuckerpass Giuseppe Parlato auf die Reise schickte. Der Aicher Topscorer lief allein auf den gegnerischen Torhüter zu und verwandelte mit einem platzierten Schuss zum 4:2.
Obwohl die Gastgeber die letzen drei Minuten in Unterzahl bestreiten mussten und Inzell in der Schlussphase seinen Keeper für einen weiteren Feldspeiler vom Eis nahm, fanden die Gäste kein Mittel mehr, um die Partie noch einmal spannend zu machen. So blieb es beim umjubelten 4:2-Erfolg der Rot-Weißen, die nach einem schwierigen ersten Drittel mit einer deutlichen Leistungssteigerung und einer geschlossenen Mannschaftsleistung den favorisierten Gästen verdient die Punkte abnahmen.
Strafzeiten:
Aich: 10 Minuten, Inzell: 6 Minuten

