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Größter Erfolg in der Vereinsgeschichte – EV Aich gewinnt Bayerische Bezirksliga-Meisterschaft

Die Aicher Eishackler sind mit einem Kantersieg in die Finalserie gestartet. Vor heimischem Publikum in der wieder bestens gefüllten Sparkassen-Arena schossen die Schützlinge von Trainer Georg Herrmann einen klaren 9:2 Sieg gegen den ESC Geretsried heraus. Genau 24 Stunden später kam es in der Nebenhalle der Tölzer Hacker Pschorr Arena zum zweiten von drei möglichen Spielen in der Serie „Best of three“. Die Mannschaft ist wiederum unterstützt von zahlreichen Fans im Doppeldecker Bus  angereist.

In einem packenden Finalspiel haben die Aicher mit einem 5:2 Sieg den Sack zugemacht und sich nach einer überragenden Saison die Bayerische Bezirksligameisterschaft geholt. Mit dem ESC Geretsried 1b stand eine sehr gute Mannschaft im Finale, die an der ein oder anderen Stelle mit Bayernligaspielern verstärkt war. Entsprechend vorgewarnt gingen die Spieler um Kapitän Stefan Urzinger in die erste Partie in der heimischen Sparkassenarena. Vielleicht auch etwas zu vorsichtig und nervös und deshalb waren die River Rats im ersten Drittel auch die bessere Mannschaft. Mit schnellen Angriffen und gutem Kombinationsspiel tauchten sie immer wieder gefährlich im Aicher Drittel auf. In der 4. Minute war es dann auch soweit, Yanik Kanus traf zum Führungstreffer für Geretsried. Christoph Schwenk und Raphael Wild hatten kurz drauf jeweils die Chance zum Ausgleich, brachten die Scheibe aber nicht im gegnerischen Kasten unter. Auf der anderen Seite rettete Linus Messerer zweimal hintereinander in höchster Not. Eine Überzahlsituation in der 12. Minute brachte  dann den Ausgleich zum 1:1 durch Tarek Mustapha. Die Gäste blieben aber am Drücker und die  Aicher waren mit dem Unentschieden nach dem ersten Drittel gut bedient.

Der Aicher Coach hat in der Drittelpause anscheinend die richtigen Worte gefunden, denn für den Rest der Partie waren die Aicher Herr im eigenen Haus. Mit vier Treffern in Folge zogen sie auf 5:1 davon. Herausragend war dabei Tarek Mustapha, der mit zwei weiteren Treffern seine Farben auf die Siegstraße führte. Die weiteren Torschützen waren Matt Puntureri und Andreas Koller. Eine Besonderheit und vielleicht auch spielentscheidend war, dass die Aicher zwei Treffer in eigener Unterzahl erzielten. Mit schnellen Kontern aus dem eigenen Drittel waren die  Stürmer von der gegnerischen Verteidigung nicht zu halten.

Die Vorentscheidung fiel in der 43. Minute als Jens Trautmann in Überzahl das 6:1 erzielte. Die Aicher blieben die spielbestimmende Mannschaft und kamen durch Herbert Jarczyk, Alexander Scholz und Daniel Korn noch zu 3 weiteren Treffern. Das zweite Geretsrieder Tor in der 58. Minute war nur noch Ergebniskosmetik. So stand es nach 60 Minuten 9:2 für den EV Aich.

Wenn auch das Ergebnis, dem Spielverlauf entsprechend etwas zu hoch ausgefallen ist, konnte die Aicher Mannschaft mit dem klaren Sieg im Rücken mit ordentlich Selbstvertrauen am Samstag zum Rückspiel in Bad Tölz antreten.

Unterstützt von den zahlreichen im Bus und mit Privatautos angereisten Fans, wollten die Aicher den Titel und den Pokal, der wiederum sehr ansprechend präsentiert wurde, mit nach Hause nehmen. Aber auch die Gastgeber wollten sich nicht kampflos geschlagen geben und hielten von Anfang an voll dagegen. Auch in dieser Partie waren die River Rats in den ersten Minuten optisch überlegen. Aber als sie in der 8. Minute einen Spieler auf der Strafbank sitzen hatten, schlugen die Aicher zum ersten Mal zu. Christoph Schwenk reagierte nach einem Abpraller am schnellsten und traf zur 1:0-Führung. Als Matt Puntureri nach einem harten aber fairen Check auf die Strafbank musste, hatten die Gastgeber mehrfach die Chance zum Ausgleich. Aber Johannes Pfafferott im Aicher Tor behielt die Übersicht und ließ keinen Treffer zu.

Zu Beginn des zweiten Drittels überspielte der unermüdlich rackernde Andreas Koller die komplette gegnerische Abwehr und bediente Puntureri mustergültig, so dass dieser nur noch einschieben musste. Die Geretsrieder blieben aber gefährlich und trafen zwei Minuten später zum 2:1 Anschlusstreffer. Die Zuschauer erlebten ein Wechselbad der Gefühle und sahen Chancen auf beiden Seiten. Erst als Daniel Korn und Matt Puntureri gegen Ende des Mitteldrittels auf 4:1 erhöhten, ging der Puls bei so manchem mitgereisten Fan etwas zurück. Und es war erneut Puntureri, der mit seinem dritten Treffer in der 42. für die Vorentscheidung sorgte. Die Gastgeber konnten zwar in der 50. Minute nochmal auf 5:2 verkürzen, mehr war aber für sie nicht mehr drin.

Die kurze Zusammenfassung eines Geretsrieder Funktionärs nach dem Spiel: „Wir waren in den beiden Spielen ein Drittel die bessere Mannschaft, Aich fünf Drittel und darum haben sie die Meisterschaft auch verdient gewonnen.“ Gleich im Anschluss an die Begegnung wurde der EV Aich für den Gewinn der Bezirksligameisterschaft vom Vertreter des BEV Herrn Bertl geehrt und der Pokal überreicht.

Überzeugender Heimsieg im ersten Finalspiel

Die Aicher Eishackler sind mit einem Kantersieg in die Finalserie gestartet. Vor heimischem Publikum in der wieder bestens gefüllten Sparkassen-Arena schossen die Schützlinge von Trainer georg Herrmann nach Toren von Mustapha (3), Puntureri, A. Koller, Jens Trautmann, Jarczyk, Scholz und Korn einen klaren 9:2 Sieg gegen den ESC Geretsried heraus. Morgen geht es nach Bad Tölz zum zweiten Spiel um die Bezirksliga-Meisterschaft. Abfahrt mit dem Bus ist um 16:00 Uhr am EIsstadion, Spielbeginn um 19:30 Uhr in Tölz. Für Fans besteht natürlich wieder Mitfahrbelegenheit.

Ausführlicher Bericht zum Spiel folgt!

Der EV Aich und das Wunder von Waldkirchen

Bericht vom Münchner Merkur/Freisinger Tagblatt:

Sie haben es tatsächlich geschafft: Die Bezirksliga-Eishackler des EV Aich haben dank einer Energieleistung das Finale erreicht und damit das Aufstiegsrecht für die Landesliga in der Tasche.

Aich – Das war eine gefühlsmäßige Achterbahnfahrt: Nach dem 7:6-Last-Minute-Sieg in der ersten Halbfinalpartie beim ESV Waldkirchen hatten die Puckjäger des EV Aich die große Chance, die Serie in der heimischen Sparkassen-Arena in Moosburg frühzeitig zuzumachen. Doch es kam alles anders: Der EVA zog am Samstagabend vor mehr als 400 Zuschauern unglücklich mit 3:5 den Kürzeren. Und so ging es nur 24 Stunden später um alles oder nichts. „Auf der Fahrt zum dritten Spiel in Waldkirchen hatte ich den Eindruck, dass nur wenige von uns an einen Sieg geglaubt haben“, erzählt Vorsitzender Wolfgang Hauk. „Aber das, was dann passiert ist – so ein Spiel habe ich von uns noch nicht gesehen.“ Die Aicher, die krankheitsbedingt mit einer Rumpftruppe aufs Eis gegangen waren, brannten ein Feuerwerk ab und deklassierten Waldkirchen mit 7:1. Jens Trautmann, Andreas Koller, Matt Puntureri (2), Daniel Korn, Stefan Urzinger und erneut Puntureri schossen Aich ins Finale.

„Ganz ehrlich, das hätte ich mir niemals träumen lassen“, schwärmt Hauk noch Tage danach von diesem Eishockey-Abend. „Was hat das Team für einen Willen gezeigt!“ Und das Beste: Durch den Einzug ins Finale hat der EVA das Aufstiegsrecht in die Landesliga – und würde damit in der kommenden Saison gegen den EV Moosburg und die Black Bears Freising spielen. „Laut Statuten dürften wir nicht rauf, weil wir nicht die vorgeschriebenen drei Nachwuchsteams haben“, erklärt der Vereinschef. „Aber vielleicht tut sich ja noch ein Hintertürchen auf.“ Mit den Spielern habe er über das Thema Landesliga noch nicht gesprochen. „Da gab es bis dato null komma null Kommunikation“, sagt Hauk. „Wir werden uns nach den Finalspielen mit dem Team zusammensetzen und über die Zukunft reden.“ Jetzt gehe es erstmal ums Sportliche: „Die Spieler wollen den Pott holen.“

Da wird der Finalgegner – die 1 b des ESC Geretsried – natürlich was dagegen haben. Aber die Aicher haben einen vielleicht entscheidenden Vorteil: Sie dürfen eine mögliche dritte Partie zu Hause austragen – während der ESC laut Hauk „kein hundertprozentiges Heimspiel“ hat. Der Grund: Weil im offenen Geretsrieder Stadion kein Eis mehr zur Verfügung steht, wird das zweite Match am Samstag in Bad Tölz stattfinden. „So oder so: Ich glaube, wir haben eine 50:50- Chance“, betont Hauk. „Wir werden einfach alles geben.“ Ebenfalls nicht gerade unvorteilhaft für die Aicher Cracks: Bis auf die Langzeitverletzten sind alle Mann an Bord.

Die Finalserie

(Modus Best of three)

Spiel 1: EV Aich – ESC Geretsried 1 b (Fr., 16. März, 19.30 Uhr, Sparkassen-Arena Moosburg).

Spiel 2: ESC Geretsried 1 b – EV Aich (Sa., 17. März, 19.30 Uhr, in Bad Tölz).

Mögliches 3. Spiel: EV Aich – ESC Geretsried 1 b (Fr., 23. März, 19.30 Uhr, Sparkassen-Arena Moosburg).