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40 Jahre ist ein gutes Alter

Zeitungsbericht Moosburger Anzeiger von Bernd Spanier

40 Jahre ist ein gutes Alter“

Eishockeyverein hat Geburtstag gefeiert – Lorenz Zach zum Ehrenvorsitzenden ernannt

Von Bernd Spanier

Aich. Ein kleiner, aber feiner Verein, der EVA feierte seinen 40. Geburtstag. Dazu waren neben den zahlreichen Mitgliedern auch Bürgermeisterin Anita Meinelt,  der Geschäftsführer des bayerischen Eissportverbandes Anton Weitl, der Eishockeyobmann Frank Butz und der ehemalige Spielgruppenleiter Hans Aiglsdorfer ins Schützenheim gekommen. Auch die weiteren Ortsvereine waren vertreten und Schützenmeister Florian Tristl überbrachte im Namen aller Ortsvereine die Glückwünsche, verbunden mit einer Spende für eine Doppel-Trainingsstunde in der Moosburger Eishalle.

„40 Jahre ist ein gutes Alter“, meine Anita Meinelt, da stehe man mitten im Leben. Am 20. September gebe es wieder Eis in der Sparkassen-Arena, und das sei schon eine tolle Sache für den EVA. Meinelt erinnerte an frühere Jahre, als es erst im Dezember erstes Eis gab, weil es die Witterung nicht eher zuließ.

„Dies wäre heute der Todesstoß für einen Eishockeyverein“, so die Bürgermeisterin.

Die Stadt habe neue Wege gefunden, erst kürzlich habe man für die U23 den Schlüssel für eine eigene Kabine übergeben. Mit einer kleinen Spende, die sie an Vorsitzenden Klaus Winklmaier übergab, wünschte das Stadtoberhaupt dem Verein noch viele erfolgreiche sportliche Jahre und wurde dann selbst mit dem EVA-Schal bedacht.

Frank Butz überbrachte die Glückwünsche des Präsidenten und der Eishockeykommission. 40 Jahre seien ein stolzes Alter für einen Eishockeyverein.

Bei Recherchen sei er selbst überrascht gewesen, was der EVA, der auf einem Weiher begonnen habe, auf die Beine gestellt habe: eine Karriere bis zum Gewinn des Bayernkrugs. Anton Waitl überreichte als Geschenk einen Erinnerungsteller.

Nach dem Essen ließ Vorsitzender Hanns Koller die Vereinsgeschichte von 1976 bis 2016 in Wort und Bild Revue passieren. Als unvergesslich wurde die Zusammenarbeit mit dem aus Bruckberg stammenden Hans Damböck, besser bekannt als „Dick Hans“, bezeichnet, der als sportlicher und gesellschaftlicher Organisator unübertroffen war und als Redaktionsleiter der Moosburger Zeitung den Verein auch gleich noch ins rechte Licht gerückt habe. Drei Urgesteine des EVA bekamen Trikots mit ihren Namen, bevor Hauk zu den Ehrungen schritt –  die erstmals in der Geschichte des Vereins durchgeführt wurden. Von derzeit 109 Mitgliedern sind 22 länger als 25 Jahre dabei, vier Gründungsmitglieder immer noch beim EVA. Als Erster wurde für 25 Jahre Betreuertätigkeit und als Betreuer der ersten Stunde Johann Koller sen. zum Ehrenmitglied ernannt. Es folgten Ehrungen langjähriger Mitglieder: Oliver Faltermaier (27 Jahre, zwei Jahre Vorsitzender), Heinrich Heinz (30), Ludwig Stuhlberger (32), Hermann Markon (32), Hans Stanislawski (34), Max Bruckmaier (34), Anton Zellner (35), Grete Mayer (37), Manfred Faber, Manfred Hartwig, Karl Heinz Petermeier, Rudi Peiß und Betty Peiß (alle 38), Alfons Koller (40).

Dann gab es noch Auszeichnungen für Mitglieder, die in den 40 Jahren „immer alles gegeben haben“. Petra Koller ist seit 31 Jahren Vereinsmitglied, und ohne sie würde das Dorffest nicht so perfekt funktionieren, wie es dies immer tut, sagte Hauk. Sieglinde Zach (38 Jahre Mitglied) ist der gute Geist, der immer mit Rat und Tat zur Seite steht und auch für einen Spaß zu haben ist. Franz Molnar (38 Jahre), der „Mister Flohmarkt“ und Organisator vieler Veranstaltungen, war auch einige Jahre Vorsitzender und ist noch aktiv Beisitzer und Kassenprüfer. Angela Hartwig (38 Jahre) ist die gute Seele in der Vorstandschaft und 38 Jahre schon Kassiererin.

Hanns Koller (Gründungsmitglied) ist 40 Jahre Schriftführer und derzeit einer der drei Vorsitzenden. Lenz Zach (Gründungsmitglied) war 36 der 40 Jahre Vorsitzender und ist derzeit noch Vergnügungswart. Er lebe, so Hauck, das Dorffest wie kein anderer. Unter riesigem Beifall wurde Lorenz Zach zum Ehrenvorstand ernannt. Zach dankte seinerseits den vielen Verantwortlichen im Verein wie auch zum Beispiel den Weihnachtssammlern, die mit den Spenden der Bürger mit für die Finanzierung des Sportbetriebs sorgen. Hier, so meinte Zach, würde es ihn freuen, wenn die dabei verschenkten Freikarten zum Besuch einer EVA-Spiels auch kräftig in Anspruch genommen würden. Der EVA wird demnächst auch von Karin und Jackl mit deren Kabarettprogramm unterstützt, denn sie werden den Erlös vom 10. November beim Auftritt in der Schäfflerhalle dem EVA zukommen lassen.

Der gelungene Jubiläumsabend wurde dann noch mit den Zauberkünsten von El Gecco alias Sepp Birnkammer zum vergnüglichen Erlebnis.

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EV Aich nach 9 : 4 Sieg gegen DEC Inzell Tabellenführer

Den dritten Sieg in Folge konnte die Truppe von Coach Georg Hermann in dem Sonntagsspiel vergangenes Wochenende gegen den DEC Inzell einfahren.
Der Landesligaabsteiger war bisher ein unbeschriebenes Blatt für die Aicher. Nach dem sportlichen Abstieg in der letzten Saison wurde als Ziel die Teilnahme an der Meisterschaftsrunde, das bedeutet mindestens Platz 2 in der Vorrunde, ausgegeben.
Nach einem deutlichen 9:1 Sieg gegen Dachau folgte eine ebenso deutliche Niederlage gegen Klostersee (0:14). Anscheinend haben die Verantwortlichen des DEC die Aicher eher in die Kategorie „Underdog“ eingestuft. Statt nach dem Debakel gegen Klostersee die Trainingsintensität zu erhöhen, haben die Eishackler Sauna und Hallenbad bevorzugt, um nach eigenem Bekunden „die Seele baumeln zu lassen“.
Ganz anders die Vorbereitung der Aicher auf die Mannschaft aus dem Eisschnelllauf-Zentrum, die in ihren Augen zu den Topteams der Liga gehört.
Der Aicher Trainer Hermann hat seine Mannschaft sowohl physisch als auch mental bestens auf seinen Gegner eingestellt und jede Minute Eiszeit dazu genutzt.
Wie bereits in den vergangenen Spielen hatte der EVA im ersten Drittel Mühe, das Spiel an sich zu nehmen und zu kontrollieren. Bereits nach 35 Sekunden hatten die Gäste die erste gute Möglichkeit. In der 5. Minute war das Glück auf der Seite des Aicher Keepers Konstantin Mayer, als die Scheibe knapp am leeren Tor vorbeiging.
Die beste Aicher Chance hatte in der 8. Minute Alexander Scholz. Nach einem Alleingang von Daniel Korn verpasste er frei vor dem Gästetorhüter die Führung für seine Mannschaft.
In der 12. Minute war der Aicher Goalie bei dem Schuss von Andreas Wieser dann aber machtlos und somit stand es 0:1. Noch in derselben Minute konnte Alexander Scholz (Andreas Weinberger; Daniel Korn) mit einem platzierten Schuss ausgleichen. Die Gäste trafen postwendend wieder, so dass die Aicher erneut einem Rückstand nachlaufen mussten. Diesmal war es Matthew Puntureri, der nach Vorarbeit von Herbert Jarczyk und Andreas Koller ausgleichen konnte. Die Freude währte aber nicht lange, denn noch vor Ende des 1. Drittels gingen die Inzeller, wiederum durch Wieser, in Führung. Aber auch darauf hatten die Aicher 1 Sekunde vor Abpfiff durch Daniel Korn (Andi Koller, Tim Fleger) mit dem 3:3 die richtige Antwort.
Ab dem zweiten Spielabschnitt waren dann aber die Aicher die spielbestimmende Mannschaft. Andreas Koller brachte sein Team in der 25. Minute mit dem 4:3 erstmals in Führung. Herbert Jarczyk und Matt Puntureri waren die Assistenten. In umgekehrter Reihenfolge erhöhten die Aicher auf 5:3. Nach einer sehenswerten Pass-Stafette über Matt Puntureri und Andi Koller vollstreckte Herbert Jarczyk ganz sicher. Das war auch der Stand nach dem Mitteldrittel.
Dieses Sturmtrio wurde auch im letzten Drittel zum Alptraum der Gäste. 4 Minuten waren gespielt, als Matt Puntureri die Vorarbeit von Herbert Jarczyk und Andi Koller zum 6:3 verwertete. Für die Vorentscheidung sorgte erneut Matt Puntureri in der 51. Minute, als er auf Zuspiel von Andi Koller das 7:4 erzielte. Die Gäste wollten sich aber nicht geschlagen geben und setzen mit ihrem 4 Treffer nach. Als kurz darauf Alexander Scholz auf die Strafbank beordert wurde, setzten die Inzeller alles auf eine Karte und ersetzten ihren Torhüter knapp 5 Minuten vor Schluss durch einen sechsten Feldspieler.
Nach einem gewonnenenBully durch Tim Fleger schnappte sich Patrick Hahn die Scheibe, zeigte viel Übersicht und Nerven und traf mit einem platzierten Schlenzer aus dem eigenen Drittel in das verwaiste Tor der Gäste zum 8:1.

Den Schlusspunkt setzten die Brüder Christian und Andreas Koller. Nach dem direkten Zuspiel vom Bully durch Jens Trautmann konnte der Goalie der Gäste den Schuss von Christian Koller nicht festhalten, so dass Andi Koller keine Mühe hatte, die Scheibe zum 9:4 im gegnerischen Kasten unterzubringen.
Mit etwas Glück wäre sogar ein zweistelliger Sieg drin gewesen. Dem Reglement entsprechend bekamen die Aicher einen Penalty zugesprochen, nachdem den Gästen in den letzten beiden Minuten ein Wechselfehler – sie hatten sechs Mann auf dem Eis – unterlaufen ist. Andreas Schmid durfte den Penalty ausführen, scheitere aber knapp an dem sehr guten Torhüter der Gäste.
Nach diesem enorm wichtigen Sieg steht der EV Aich auf dem ersten Tabellenplatz.
Am Samstag sind die Aicher in Dachau zu Gast. Obwohl die Woodpeckers bisher noch sieglos am Tabellenende stehen, warnt der Aicher Coach Hermann davor, den Gegner zu unterschätzen. Den anfänglichen Trainingsrückstand dürften sie großteils aufgeholt haben. Darüber hinaus muss man in der offenen Arena immer auf der Hut sein.

Tore (Vorlagen): Puntureri 3 (2); Koller 2 (5); Jarczyk 1 (3); Korn 1 (1); Hahn 1 (-); Scholz 1 (-); Fleger 0 (2); Weinberger 0 (1); C. Koller 0 (1); Trautmann 0 (1);
Strafzeiten: Aich 12 + 10 Min Disziplinarstrafe – Inzell 21 + 20 Min Disziplinarstrafe

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EV Aich besiegt den ESV Gebensbach 8:6

In einem hochklassigen Bezirksligaspiel ging der EV Aich am Freitag gegen den ESV Gebensbach am Ende als glücklicher Sieger vom Eis. Die Partie endet 8:6 (0:2; 4:3; 4:1) für die Schützlinge von Georg Hermann.
Lange hat es aber nicht so ausgesehen, denn fast bis zum Schluss der Begegnung musste man immer wieder einem Rückstand nachlaufen. Vor allem im ersten Spielabschnitt waren die Gastgeber die tonangebende Mannschaft. Sowohl kämpferisch als auch spielerisch wussten sie zu überzeugen.
Als die Aicher zwei Mann auf der Strafbank hatten, bissen die Wölfe zum ersten Mal zu. Noch vor Ende der ersten Drittels erhöhten sie auf 2:0,  wiederum mit einem Mann mehr auf dem Eis.
Nachdem sich Ende des ersten Drittels der Aicher Schlussmann Alexander Winklmaier, der seine Sache bis dahin gut gemacht hatte, verletzte, musste für ihn ab dem 2. Spielabschnitt Konstantin Mayer ins Aicher Tor. Und den erwischte es gleich eiskalt. Der Spielertrainer der Gastgeber Sergej Demcenko versenkte den Puck nach nur 62 Sekunden zum 3:0.
Die Aicher schienen davon endlich wachgerüttelt und was nun folgte war ein offener Schlagabtausch mit einem überragenden Matthew Puntureri auf Aicher Seite. Mit drei Treffern in Folge glich er innerhalb von 5 Minuten zum 3:3 Gleichstand aus.
Alles weitere war nichts für schwache Nerven. Keine Minute war vergangen, da gingen die Wölfe erneut in Führung. Der Ausgleich – wiederum durch Puntureri – zum 4:4 (Christian Multrus, Tim Fleger) ließ aber nicht lange auf sich warten. Auch darauf hatte der ESV wieder die passende Antwort. In Überzahl, aufgrund einer angezeigten Strafe, ersetzten die Gastgeber ihren Torhüter mit einem Feldspieler und gingen  erneut in Führung.
Auch im letzten Spielabschnitt blieb das Spiel auf hohem Niveau. In der 43. Minute war Korn Daniel (Christian Koller, Puntureri) zu Stelle und glich zum 5:5 aus. Mit einem abgefälschten Schuss stellten die Gastgeber in der 48. Minute ihren Vorsprung aber wieder her. Die letzten 10 Minuten kippte die Begegnung endgültig zu Gunsten des EV Aich.
In Unterzahlt enteilte Jens Trautmann der gesamten Hintermannschaft der Gebensbacher und schoss unhaltbar um 6:6 ein. Drei Minuten vor Spielende bediente Andreas Koller nach einem schönen Solo den völlig freistehenden Puntureri und der ließ mit einem Hammer zur 7:6 Führung für Aich, dem ESV-Keeper keine Chance.
Die Wölfe gaben aber nicht auf und hatten hochkarätige Torchancen. Um doch noch das eigentlich verdiente Penaltyschießen zu erreichen, nahmen sie den Torhüter vom Eis und wollten mit einem Mann mehr den Ausgleich erzielen. Doch mit einem Befreiungsschlenzer zum 8:6 Endstand sieben Sekunden vor Schluss machte Puntureri alles klar.
Tore: Puntureri (6/1); Korn (1/1); Trautmann (1/1); Scholz (-/2); Mayer (-/2); Fleger (-/1);  C. Koller (-/1) ; Wild (-/1); A. Koller (-/1); Urzinger (-/1) Multrus (-/1)
Strafzeiten: Aich 20 + 10 Min. Disziplinarstrafe
Gebensbach: 14 + 50 Min Disziplinarstrafe