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Halbfinal-Thriller in Waldkirchen

Foto: Facebook-Seite ESV Waldkirchen

Nach dem überzeugenden 5:2 Erfolg gegen Bayreuth am Freitag und dem damit verbundenen Halbfinaleinzug stand für den EVA schon am Sonntag das erste von maximal drei Spielen gegen den ESV Waldkirchen an, der sich seinerseits in drei Spielen gegen Waldkraiburg durchgesetzt hatte.

Waldkirchen war stark ersatzgeschwächt in die Partie gegangen und anscheinend nahmen die Aicher den Gegner deshalb etwas auf die leichte Schulter. Die Gastgeber nutzen gleich zu Beginn eine 5 gegen 3 Überzahl durch den Österreicher Pichler zum Führungstreffer und legten keine zwei Minuten später das 2:0 nach. Das war aber dann offenbar der nötige Weckruf für den EVA. Lukas Ströbl zog einfach mal von der blauen Linie ab und Stephan Kreuzer lenkte den Puck unhaltbar ins Netz. Die erste Überzahlsituation in der 12. Minute für den EVA verwertete Herbert Jarczyk (A. Koller / Puntureri) zum Ausgleich und keine zwei Minuten danach – wieder in Überzahl – traf Alexander Neumeier zur erstmaligen Führung. Waldkirchen reagierte mit einer Auszeit, um sich gegen die ins Rollen gekommenen Aicher wieder zu sammeln. In der Folge waren auf beiden Seiten teils hochkarätige Chancen zu verzeichnen, vor allem die schnellen Angriffe der Waldkirchner stellten die Aicher Abwehr immer wieder vor erhebliche Probleme. Kurz vor Drittelende schlug der EVA aber nochmal zu. Matt Puntureri tankte sich unwiderstehlich durch das gegnerische Drittel und Andreas Koller musste bei Spielzeit 19:59 am langen Pfosten nur noch den Schläger hinhalten.

Das zweite Drittel begann ganz nach dem Geschmack der wieder zahlreich mitgereisten Aicher Fans unter den 250 Zuschauern. Als ein Waldkirchner auf der Strafbank saß dauerte es gerade mal vier Sekunden, bis Christian Koller nach einem gewonnenen Bully von Jarczyk die Führung auf 5:2 ausbaute. Angesichts der dünnen Waldkirchner Personaldecke hätte man jetzt erwarten können, dass dies die Vorentscheidung sein musste. Aber die Gastgeber gaben sich noch lange nicht geschlagen und kämpften wie die Löwen. Mehrfach stand EVA-Goalie Pfafferott im Mittelpunkt und bewahrte seine Mannschaft vor dem Anschlusstreffer. Nach einem kollektiven Aicher Blackout in der 33. Minute war aber auch er machtlos, als Waldkirchen durch einen Alleingang von Schreyer zum 3:5 traf.

Im dritten Abschnitt mobilisierte Waldkirchen die letzten Kräfte, der EVA hingegen schien teilweise wie paralysiert. Nicht einmal eine Minute war gespielt und es stand es nur noch 5:4 aus Aicher Sicht. Zwar konnte Matt Puntureri (A. Koller) wenig später den alten Abstand wieder herstellen, aber auch das brachte keine Ruhe ins Aicher Defensivspiel. Als Waldkirchen schon in der 45. Minute auf 5:6 herankam, begann das große Zittern. Der EVA konnte nur noch wenige Akzente nach vorne setzten und hing im eigenen Drittel teilweise gehörig in den Seilen. Die logische Konsequenz war schließlich der Ausgleichstreffer für Waldkirchen in der 56. Minute durch Pekarek. Als alles schon auf eine Entscheidung im Penaltyschiessen hindeutete schlug die Stunde von Matt Puntureri. Nach einem Bully im gegnerischen Drittel kam die Scheibe über Jarzcyk und A. Koller irgendwie vor den Kasten und der US-Boy machte 12 Sekunden vor der Schlusssirene den glücklichen und umjubelten Siegtreffer.

Dadurch konnte der EVA zum 1:0 in der „best-of-three“-Serie vorlegen. Das zweite Spiel findet am kommenden Samstag, 10. März um 17:15 Uhr in der heimischen Sparkassenarena statt. Ein mögliches drittes Spiel wäre am 11. März wieder in Waldkirchen.

Im anderen Halbfinale gewann die SG Lindenberg das erste Spiel gegen Geretsried mit 4:1. Die Sieger des Halbfinales ermitteln im Finale den Bayerischen Meister, die Verlierer spielen um Platz 3.

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Die Reise geht weiter – EV Aich steht im Halbfinale

Im dritten und entscheidenden Viertelfinalspiel der Playoffs um die Bayerische Bezirksligameisterschaft hatte der EV Aich am Freitag den EHC Bayreuth zu Gast. Nach dem 4:3 Auftaktsieg zuhause und der 2:7 Niederlage in Bayreuth, die der Aicher Coach nicht überbewerten wollte – „das sind halt Playoffs, da ist es egal ob du hoch oder knapp verlierst“ – hat Herrmann seine Truppe im Training noch einmal speziell auf den Gegner eingestellt. Und er selbst strahlte bereits vor dem Spiel gegenüber seiner Truppe große Selbstsicherheit aus: „Das Spiel gewinnen wir heute, wir haben die bessere Mannschaft“.

Und das, obwohl natürlich auch die Gäste in den bisherigen Begegnungen zeigten, dass sie einiges drauf haben. Vor allem die Defensive um den Ex-Oberliga Torwart Sievers war bisher ihre große Stärke. Aber nicht nur die Mannen um Kapitän Stefan Urzinger waren bis in die Haarspitzen motiviert. Eine Rekordkulisse auf den Zuschauerrängen – darunter auch wieder viele Gästefans – stärkten ihrer Mannschaft lautstark den Rücken. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an die extra aus Bayreuth mit angereisten Ordner, die zur friedlichen Atmosphäre auf den Rängen beitrugen und nach dem Spiel auch noch lange im Eisstüberl sitzen blieben.

Die Aicher starteten mit Vollgas und setzten die Gäste von der ersten Sekunde an unter Druck. Nach einem Wechselfehler der Bayreuther hatten die Gastgeber in der 2. Minute zum ersten Mal eine Überzahlsituation. Daniel Korn und kurz darauf Andreas Koller scheiterten aber am gegnerischen Torhüter. Die Aicher waren in der Folge die dominierende Mannschaft und schnürten den Gegner mehrfach im Drittel ein. Bei doppelter Überzahl dann der längst überfällige Führungstreffer für die Aicher, Andreas Koller drückte nach Vorarbeit von Jarczyk und Neumeier die Scheibe über die Linie.

Eine kleine Rangelei nach dem Pausenpfiff bescherte den Aichern zu Beginn des zweiten Spielabschnitts eine Überzahl. Erneut war Andreas Koller nach Zuspiel von Christian Koller zur Stelle und es hieß 2:0. Als in der 25. Minute Stefan Kreuzer auf die Strafbank musste, hatten die Aicher Glück, als die Gäste am leeren Tor vorbeizielten. Wenig später war es aber dann soweit, Thomys von den Gästen verkürzte auf 2:1. Die Aicher ließen sich aber davon nicht beeindrucken und erarbeiteten sich Chancen am laufenden Band. Matt Puntureri steuerte mutterseelenallein auf den Gästekeeper zu, konnte die Scheibe aber ebenso wie wenig später Jens Trautmann nicht im Tor unterbringen. Der Gästetorhüter war in dieser Phase der Turm in der Schlacht und verhinderte mehrfach einen Aicher Treffer.

In der 34. Minute war er aber dann machtlos als Daniel Korn (Urzinger / Scholz)  das 3:1 erzielte. Mit einer tollen Parade vereitelte Linus Messerer danach gegen den freistehenden Runge den Anschlusstreffer der Oberfranken. Als Andreas Koller vor dem Ende des zweiten Drittels mit seinem dritten Treffer an diesem Abend das 4:1 erzielte, war die Türe zum Halbfinale weit aufgestoßen.

Im letzten Drittel wurde es dann nochmal unnötig spannend, als die Aicher im eigenen Drittel nicht konsequent agierten und Bayreuth auf 4:2 verkürzen konnte. Dass die Fans bis zum Ende zittern mussten, lag weniger am eher zaghaften Aufbäumen der Gäste sondern an der Aicher Chancenverwertung, u.a. verzog Puntureri bei einem Alleingang. Bayreuth holte zwar am Ende den Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis, kam aber zu keinen nennenswerten Chancen mehr. Als der Gästekeeper wieder im Kasten stand hämmerte Jens Trautmann 30 Sekunden vor Spielende den Puck aus kurzer Distanz zum 5:2 unter die Latte.

Mit dem Sieg hat der EV Aich das Halbfinale erreicht. Gegner ist am Sonntag der ESV Waldkirchen, der sich seinerseits ebenfalls in drei Spielen gegen Waldkraiburg durchsetzen konnte. Das Halbfinal-Heimspiel findet am kommenden Samstag, 10. März um 17:15 Uhr in der Moosburer Sparkassenarena statt. Sollte ein drittes Spiel nötig sein hätte Waldkirchen wieder Heirecht.

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Showdown in der Sparkassenarena

Zum Showdown im Playoff-Viertelfinale kommt am Freitag, 02. März der EHC Bayreuth in die Moosburger Sparkassenarena. Nach einem Heimsieg (4:3) und einer Auswärtsniederlage (2:7) hat es der EV Aich nun selbst in der Hand mit einem Sieg im dritten und entscheidenden Spiel ins Halbfinale einzuziehen.

Die Mannschaft von Trainer Georg Herrmann hat die beste Saison in der 42-jährigen Vereinsgeschichte hinter sich. Mit 15 Siegen in 18 Spielen hat der EV Aich den 1. Platz in der Bezirksliga Gruppe 2 belegt. Und das auch mit deutlichem Vorsprung. Zuhause musste man in dieser Saison keine einzige Niederlage hinnehmen. Dies ist umso stärker einzuschätzen, da die Liga heuer ausgeglichener war als im letzten Jahr und mindestens vier Teams berechtigte Aussichten auf den Platz an der Sonne hatten.

Die Auswärtsniederlage gegen die Bayreuther hat zwar die Euphorie etwas gedämpft, aber der erfahrene Aicher Coach Hermann kann das Ergebnis durchaus einordnen: „In Playoff-Spielen sind auch deutliche Niederlagen normal und sagen gar nichts für das nächste Spiel aus“. Aber wie schon in den vorangegangen beiden Spielen haben die Aicher mit einem starken Gegner zu rechnen, der nicht umsonst ganz vorne in der Bezirksliga Gruppe 1 mitgemischt hat. Erst eine knappe Auswärtsniederlage am vorletzten Spieltag gegen den letztjährigen Aicher Viertelfinalgegner Ingolstadt vermasselte den Oberfranken den 1. Platz.

Neben den Langzeitverletzten Thomas Pollner und Armin Rotzinger gab es Anfang der Woche einige grippebedingte Ausfälle. Der Aicher Coach hofft aber, dass zum Spiel wieder alle fit sind und er mit drei kompletten Blöcken antreten kann. Aufgrund der Ausschreitungen einiger Gästefans im ersten Spiel, haben die Verantwortlichen des EV Aich entsprechende Vorkehrungen getroffen. Neben der Anwesenheit der Polizei werden die Ordnungskräfte verstärkt und die Heim- und Gästefans in Blöcken getrennt. Die Bayreuther Vorsitzende Christiane Colditz, die diesmal selber dabei sein wird, bringt eigenes Ordnerpersonal mit und verspricht: „Wir haben unsere Fans im Griff“.

Wenn der EVA mit einem Sieg ins Halbfinale einzieht ginge es gegen den Sieger der Begegnung Waldkirchen – Waldkraiburg. Gegen Waldkirchen müssten die Aicher voraussichtlich zuerst auswärts antreten. Sollte Waldkraiburg weiterkommen hätte der EVA Heimrecht und würde schon am Samstag, 03. März das erste Halbfinale austragen.