EV Aich gewinnt zweistellig

Nach zwei Auswärtsniederlagen setzten die Aicher Eishackler in der heimischen Clariant Arena gegen Bad Aibling ein deutliches Zeichen. Mit 13:2 schickten die Schützlinge von Trainer Georg Herrmann die Gäste wieder auf die Heimreise und damit waren sie noch gut bedient. Neben einem ausgezeichneten Gästetorhüter verhinderte Pech und manchmal auch ein Pass zu viel, dass der Sieg nicht noch deutlicher ausfiel.

Bereits nach gut einer Minute Spielzeit setzte sich der tschechische Neuzugang Ladislav Marek zum ersten Mal durch, verfehlte aber dann das Tor knapp. Nach einem gewonnen Bully von Herbert Jarczyk fackelte Tarek Mustapha nicht lange und traf zur 1:0-Führung. Als der Gästetorhüter in der 4. Minute einen Schuss von Michael Schwarzkugler nicht unter Kontrolle brachte, war Thomas Wilhelm zur Stelle und erhöhte zum 2:0. Obwohl die Aicher bereits zu diesem Zeitpunkt deutlich überlegen waren, kamen die Aiblinger aufgrund einer Nachlässigkeit in der Aicher Abwehr zum 2:1 Anschlusstreffer.  Der EVA ließ sich aber nicht beeindrucken und in der 9. Minute verwandelte Danny Weber ein schönes Zuspiel von Andreas Koller unhaltbar zum 3:1.

Selbst in Unterzahl kamen die Aicher nicht in Bedrängnis. Als Florian Erl und Max Bichlmeier auf der Strafbank saßen, kam Jens Trautmann zu einer aussichtsreichen Chance, traf aber nur den Pfosten. Kurz vor Ende des ersten Spieldrittels war erneut Mustapha (Scholz) zur Stelle und erhöhte in Unterzahl auf 4:1.

29 Sekunden waren im 2. Drittel gespielt und der Aiblinger Torhüter musste erneut hinter sich greifen. Andreas Koller (Scholz, Trautmann) traf zum 5:1 und nach Toren von Florian Erl (Wilhelm, Marek), Wilhelm (Trautmann, Erl) und Scholz stand es nach 40 Spielminuten 8:1.

Im letzten Spielabschnitt ließ der Aicher Druck nicht nach. Der 2. Treffer der Gäste in der 43. Minute war zu verschmerzen und fällt unter die Rubrik Ergebniskosmetik. Auf Aicher Seite ging es aber Schlag auf Schlag weiter. Marek (Wilhelm, Mustapha) erhöhte auf 9:2 und die Aicher trafen im Minutentakt. Herbert Jarczyk (A. Koller) machte es zweistellig und nur 40 Sekunden später erhöhte Marek (Wilhelm/ Christian Koller) auf 11:2. Wiederum nur 30 Sekunden später machte Trautmann (Wilhelm, Scholz) das Duzend voll. Den Schlusspunkt setzte Andreas Koller (Marek, C. Koller) in der 47. Minute zum 13:2.

Nun gilt es am nächsten Wochenende gegen Dorfen 1b nachzulegen. Obwohl immer noch Alexander Neumeier, Tobias Gilg und Lukas Ströbel fehlen können die Aicher mit dem jetzt wieder deutlich kompletteren Kader sicherlich noch ein Wort bei der Vergabe der vorderen Tabellenplätze mitreden.

Nach dem Spiel am kommenden Samstag findet im Anschluss im Aicher Schützenheim die traditionelle Christbaumversteigerung statt.

 

 

Niederlagen gegen Holzkirchen und Waldkraiburg 1b

Zwei Auswärtspleiten mussten die Aicher zuletzt einstecken und obwohl die Ergebnisse unterschiedlicher kaum sein könnten wäre in beiden Spielen für den EVA mehr zu holen gewesen.

Nachdem sich die Aicher Personalsorgen seit Beginn der Saison nicht wirklich gebessert haben, wurden die Verantwortlichen im Verein aktiv und haben mit dem Spieler Ladislav Marek Verstärkung aus Tschechien geholt. Die Vermittlung erfolgte über die Freunde und langjährigen Aicher Spieler Roman Schmid und Emil Svec.

Trotz der beiden Niederlagen war vor allem im letzten Spiel gegen den Spitzenreiter Waldkraiburg eine deutliche Steigerung zu erkennen. Ein weiterer sehr positiver Aspekt ist, dass die dritte Reihe überwiegend mit Spielern aus der Fördermannschaft besetzt ist. Mit großem Engagement und Ehrgeiz sind die jungen Spieler sehr zur Freude des Aicher Trainers bei der Sache. In den letzten Partien kamen Niklas Hobmaier, Michael Fischer und Max Bichlmeier zum Einsatz.

Im Spiel gegen Holzkirchen begann die Partie durchaus hoffnungsvoll. Selbst die einheimischen Fans bescheinigten den Aicher, die bessere Mannschaft zu sein. Warum die Begegnung mit einem desolaten 3:11 endete, lag an einem katastrophalen letzten Drittel, in dem die Aicher 7 Gegentore kassierten. Dies allein einer dünnen Personaldecke zuzuschreiben, wäre eine zu einfache Erklärung. Die Aicher Treffer erzielten Schwarzkugler, Marek und Wilhelm.

Letzten Sonntag mussten die Mannen um Kapitän Urzinger beim bisher ungeschlagenen Tabellenführer Waldkraiburg antreten. Die Rollen waren vor der Begegnung auf dem Papier zwar klar verteilt, aber die Aicher erwiesen sich von Anfang an als gleichwertiger Gegner. Den glücklichen Führungstreffer der Gastgeber glichen die Aicher in der 6. Spielminute durch Ladislav Marek aus und blieben weiter am Drücker. Dem ausgezeichneten Torhüter Birk hatten es die Waldkraiburger zu verdanken, dass es nach den ersten 20 Minuten noch immer 1:1 stand. Im zweiten Drittel sahen die Zuschauer weiterhin ein Spiel auf hohem Niveau mit Chancen auf beiden Seiten. Wieder ließen die Torhüter jeweils nur einen Treffer zu. Das kuriose an beiden Toren war, dass sie in jeweiliger Unterzahl erzielt wurden. Bei den Aichern war es Thomas Wilhelm, der einem gegnerischen Verteidiger an der blauen Linie die Scheibe abluchste und gekonnt verwandelte. Mit einem Mann mehr auf dem Eis schafften die Gastgeber in der 41. Minute den 3:2 Führungstreffer und konnten diesen Vorsprung auch bis zuletzt verteidigen. Als der Aicher Coach zwei Minuten vor Spielende seinen Torhüter Marco Krojer vom Eis nahm, um zumindest ein Unentschieden zu erreichen, trafen die Industriestädter ins verwaiste Aicher Tor zum 4:2 Endstand.

Für die Aicher heißt es nun die vergangenen Niederlagen abzuhaken, auf der sehr soliden Leistung im letzten Spiel aufzubauen und nach vorne zu schauen. Als nächster Gegner kommt am Freitag um 19:30  die 1b aus Bad Aibling in die Clariant Arena.

Neuzugang Ladislav Marek freut sich schon auf sein Debüt im heimischen Stadion. Der 25-Jährige Linksaußen hat bereits in der tschechischen U19 Nationalmannschaft sowie bei Budweis in der 2. tschechischen Liga gespielt. Er läuft mit der Rückennummer 15 auf und tritt damit in die Fußstapfen von Karel Bilek, der Anfang der 1990er Jahre als erster Spieler aus der damaligen Tschechoslowakei zum EV Aich kam.

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