Zum zweiten Heimspiel der Saison empfängt der EV Aich am Sonntag, 25. Oktober um 17:15 Uhr die neu gegründeten Eisbach Warriors aus München in der heimischen Clariant Arena. Die Gäste sind eine noch weitgehend unbekannte Größe in der Liga, haben aber bereits in ihren ersten Saisonspielen gezeigt, dass sie keinesfalls unterschätzt werden dürfen.
Die Eisbach Warriors bestehen überwiegend aus ehemaligen Spielern des EHC München, insbesondere aus dessen Nachwuchsbereich, der inzwischen von den Rookie Bulls im Umfeld von Red Bull München übernommen wurde. Für die Liga sind die Münchner damit eine gewisse Wundertüte: Über ihre tatsächliche Leistungsstärke lässt sich nach wenigen Spielen noch wenig sagen, doch das erste Auftreten macht durchaus neugierig.
Wie gefährlich die Warriors sein können, zeigte sich bereits bei ihrem Auftaktspiel gegen Gebensbach. Der letztjährige Halbfinalteilnehmer tat sich lange Zeit schwer mit den Münchnern, die über weite Strecken sogar die bessere Mannschaft waren. Erst in der Schlussphase gelang es Gebensbach, die Partie noch zu drehen und einen knappen 3:2-Erfolg einzufahren. Für die Warriors war es eine unglückliche Niederlage, die dennoch deutlich machte, dass mit ihnen zu rechnen ist. Einen Tag später war die 8:3-Niederlage gegen Dorfen zwar deutlicher, aber im dritten Spiel konnte München am Freitag in Berchtesgaden mit einem 4:1-Sieg die ersten drei Punkte einfahren.
Bemerkenswert ist auch der schnelle Aufstieg des neuen Vereins in den regulären Spielbetrieb. Erst im Sommer dieses Jahres gegründet, gelang es den Verantwortlichen in Rekordzeit, alle Voraussetzungen für die Teilnahme an der Liga zu schaffen. Dabei erhielt der Verein tatkräftige Unterstützung vom Bayerischen Eissport-Verband. Eine Besonderheit stellt die bislang fehlende eigene Heimspielstätte dar. Voraussichtlich werden die Münchner einen Großteil ihrer Heimspiele in den Stadien der jeweiligen Gegner austragen müssen.
Beim EV Aich gibt es für die kommende Begegnung ebenfalls erfreuliche Nachrichten. Trainer Ben Doucet kann erstmals in dieser Saison auf den US-Amerikaner Brian Dunford zurückgreifen, der im ersten Punktspiel noch aufgrund einer Sperre aus der vergangenen Saison zum Zuschauen verurteilt war. Im Gegenzug muss er aber auf Tobias Fengler verzichten, Teo Herpich und Armin Rotzinger sind immer noch nicht dabei. Dafür sind mit Timon Fahning und dem Siegtorschützen vom ersten Spiel Wadim Sperling wieder zwei Förderlizenler an Bord.
Die Eisbach Warriors zeigten in den ersten Spielen, dass sie über genügend Qualität verfügen, um auch etablierten Mannschaften Probleme zu bereiten. Für den EV Aich wird es daher darauf ankommen, von Beginn an konzentriert aufzutreten und den Gästen möglichst wenig Raum zur Entfaltung zu lassen. Mit der Unterstützung der heimischen Zuschauer wollen die Aicher vor eigenem Publikum eine überzeugende Leistung zeigen.

