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Wie gewonnen so zerronnen

EV Aich unterliegt ESV Waldkirchen 0:5 (0:2; 0:0; 0:3)

Die Gäste aus Waldkirchen haben den Kader kräftig umgebaut und entsprechend aufgerüstet, um das ausgegebenen Ziel Meisterschaft in der Bezirksliga Ost zu erreichen. Zu den zwei personellen Krachern, wie die Offiziellen des ESV Waldkirchen die Neuzugänge Markus Weinzierl und Benjamin Barz bezeichnen, letzterer kann bereits auf Erfahrung in der höchsten deutschen Eishockeyliga DEL zurückblicken, ist pünktlich zum Spiel gegen Aich noch der Tscheche Miroslav Dvorak dazugekommen. Der ehemalige Eishockeyprofi spielte in der Oberliga in Passau und war zuvor in der 1. tschechischen Liga in Pisek und in der Extraliga in Dukla Jihlava im Einsatz.

Die Aicher dagegen mussten auf einige Stammspieler verzichten. Tom Pollner war gesperrt, Michel Lackner aus privaten Gründen verhindert. Außerdem fehlten Tom Richter, Tarek Mustapha und Florian Kröner wegen Verletzungen. Nach dem deutlichen Auftaktsieg gegen Waldkraiburg wollten die Aicher zuhause nachlegen und gingen entsprechend motiviert in die Partie. Bereits nach 37 Sekunden musste Stefan Bruckmaier auf die Strafbank. Die Gäste konnten die nummerische Überlegenheit aber nicht nutzen. In der Folge gab es Chancen auf beiden Seiten. In der 7. Minute zeigte Benjamin Barz zum ersten Mal seine Klasse. Nach einem schönen Solo verwandelte er souverän zum 1:0 für seine Farben.

In der Folge waren die Gäste die spielbestimmende Mannschaft. Den Aichern gelang spielerisch wenig. Es wurden zu viele Einzelaktionen versucht, mit denen aber der sicheren Defensive der Waitler nicht beizukommen war. Als in der 19. Minute der Aicher Patrick Hahn auf die Sünderbank musste, waren die Crocodiles mit Ihrem 2. Treffer erneut zur Stelle.

Der zweite Spielabschnitt stand ganz im Zeichen des Aicher Torhüters Johannes Pfafferott. Mehrmals riskierte er Kopf und Kragen und verhinderte mit gekonnten Paraden einen weiteren Treffer der Gäste. Im Gegensatz zu den Waldkirchnern fanden die Aicher nie zu ihrem schnellen Kombinationsspiel und verloren sich in vielen Einzelaktionen. Alexander Scholz kam in der 31. Minute zu einem Alleingang, scheiterte aber in letzter Sekunde. In dieser Phase überstanden die Aicher fünf Minuten in Unterzahl und kamen im Anschluss erneut zu Chancen. Kurz vor Ende des 2. Drittels konnte Andreas Koller in Unterzahl durchbrechen. Bedrängt von zwei Verteidigern gelang es ihm die Scheibe ins gegnerische Tor zu befördern. Im allgemeinen Getümmel sahen dies die Schiris aber nicht und der routinierte Gästetorhüter konnte sein Tor verschieben und die Situation in seinem Sinne bereinigen.

Es blieb also nach dem 2. Spielabschnitt beim 0:2. Die vorzeitige Entscheidung fiel in der 48. mit dem 3. Treffer der Waitler durch Jägernitz. Die Aicher kämpften zwar wacker weiter, aber zu gefährlichen Chancen kamen sie nicht mehr. „Es gibt Spiele, da kannst du noch eine Stunde spielen und du schießt kein Tor“ war der Kommentar eines Zuschauers. So war es dann auch. Besser lief es bei den Gästen. Sie erzielten noch zwei weitere Treffer durch Fastenmeier und Barz und kamen somit zu einem alles in allem verdienten 5:0 Sieg.

Johannes PfafferottEVA Torhüter Johannes Pfafferott verhinderte mit zahlreichen Glanzparaden eine deutlich höhere Niederlage