post

EV Aich holt gegen Dachau 3 Punkte

Nach zwei Niederlagen in Folge gegen den EK München und den Vorjahresmeister Waldkirchen standen die Aicher Eishackler gegen den ASV Dachau gehörig unter Erfolgsdruck, wollte man den Anschluss zur oberen Tabellenhälfte nicht verlieren. Obwohl die Gäste in den letzten Spielen teilweise deutliche Niederlagen hinnehmen mussten, waren sie nicht zu unterschätzen, da die Begegnungen in der Vergangenheit immer knappe Resultate lieferten.

EVA-Trainer Zerres hatte für die Partie am Samstag wieder deutlich mehr Optionen als noch in der vergangenen Woche. Die zuletzt krankheitsbedingt fehlenden Alexander Scholz und Daniel Korn waren wieder mit von der Partie, ebenso wie Robert Pell, der seine Verletzung aus dem München-Spiel auskuriert hat. Bereits in Waldkirchen war Neuzugang Christian Multrus im Einsatz, der ein vielversprechendes Debut ablieferte. Trotz des zeitgleich stattfindenden U23-Spiels in Selb war auch Raphael Wild mit von der Partie und nach über zehn Wochen Verletzungspause konnte auch Kapitän Andreas Koller ins Team zurückkehren, dem mit einem Hattrick ein perfekter Einstand gelang.

Die Aicher waren von Beginn an das überlegene Team und setzten die Gäste gehörig unter Druck. Die logische Folge, zwei schnelle Treffer durch Michael Lackner (Raphael Wild/ Stefan Urzinger) und Herbert Jarczyk (Tarek Mustapha/Alexander Scholz). So stand es nach knapp fünf Minuten 2:0. Wer nun allerdings dachte, es gehe so weiter, wurde getäuscht. Obwohl die Aich zahlreiche Chancen hatten und sich überwiegend im gegnerischen Drittel befanden, wollte kein Treffer fallen. Erst in der 19. Minute konnte Andreas Koller die Vorarbeit von Robert Pell und Tom Pollner zum 3:0 verwandeln.

Kurz nach Beginn des Mittelabschnitts konnte erneut Koller die Vorarbeit von Markus Bauer zum 4:0 verwerten. Der Aicher Goalie Eggerdinger, der in der Partie eher unterbeschäftigt war, hatte sich bei diesem Treffer als zweiter Assist beteiligt. Keine Minute war vergangen als wiederum Lackner auf Zuspiel von Urzinger das 5:0 erzielte.

Obwohl die Dachauer nur zu Entlastungsangriffen kamen und die Aicher die Partie deutlich dominierten, blieben weiter Tore Mangelware. Ausgerechnet in Unterzahl gelang den Woodpeckers dann der Anschlusstreffer. Nach einem kapitalen Fehler von Koller schnappte sich der Dachauer Mario Neuß die Scheibe und ließ bei seinem Alleingang dem Aicher Torhüter Bernhard Eggerdinger-Hölzl keine Chance. Kurz vor Ende des zweiten Drittels bügelte Koller seinen Fehler wieder aus und stellte mit seinem dritten Treffer den alten Abstand wieder her.

In den letzten 20 Spielminuten begnügten sie die Aicher damit, den Vorsprung zu verwalten. Den Schlusspunkt setzte Jens Trautman (Lackner/Pollner) mit dem Treffer zum 7:1 zwei Minuten vor Spielende. In der sehr fairen Partie mussten die gut leitenden Schiris lediglich 2 Strafminuten gegen Aich und 10 gegen Dachau aussprechen.

Am kommenden Samstag kommt es nun zum Lokalderby gegen den Tabellenersten Freising. Die Domstädter mussten bisher lediglich eine Niederlage hinnehmen und haben sich das Ziel Aufstieg in die Landesliga gesetzt.

post

Knappe Niederlage gegen Waldkirchen

Am vergangenen Sonntag war der EV Aich beim Tabellenzweiten ESV Waldkirchen zu Gast. Die Waitler haben bislang die stärkste Abwehr der Liga. In 5 Spielen mussten sie nur 4 Gegentore hinnehmen. Die Zeichen standen also nicht gut auf Aicher Seite, da Trainer Zerres auf mehrere Leistungsträger verzichten musste. Dies machte einige Umstellungen notwendig u.a. wurde Alexander Neumeier von der Verteidigung in den Sturm beordert. Die Aicher Mannschaft kompensierte das Fehlen einiger Stammspieler mit einem aufopferungsvollen Kampf und hielt die Begegnung so bis zu den letzten Minuten offen.

Die Partien der vergangenen Jahre waren oft geprägt von überharter Spielweise und der damit verbundenen großen Anzahl von Strafminuten. Außerdem bekamen die Fans meistens viele Tore zu sehen. Nichts davon in dieser Partie. Die Gastgeber bekamen nur vier Strafzeiten und 10 Minuten Diziplinarstrafe für ihren tschechischen Kontingentspieler. Die Aicher erhielten im ganzen Spiel nur 3 Strafzeiten wobei ihnen ausgerechnet die letzte kurz vor Spielende das Genick brach.

Dass der gastgebende Tabellenzweite den Tabellensechsten nicht im Schongang bezwingen konnte wurde schon im ersten Drittel deutlich. Bis zur Mitte dieses Spielabschnitts war die Partie ausgeglichen. Dann aber doch Jubel auf den Rängen der Hausherren die in der 10. Minute das 1:0 erzielten .
Ein ähnliches Bild im zweite Drittel. Es gab Chancen auf beiden Seiten, aber die beiden Torhüter –Bernhard Eggerdinger-Hölzl bei den Aichern und Roman Kondelik bei den Crokodiles– verhinderten mit Glanzparaden zunächst weitere Treffer. In der 31. Minute sorgte dann Jens Trautmann nach Zuspiel von Stefan Urzinger für den 1:1-Ausgleich und spätestens ab diesem Zeitpunkt war jedem in der Halle klar, dass sich hier ein echter Eishockey-Krimi entwickelte. Knapp fünf Minuten waren im mittleren Abschnitt noch zu spielen, als die Gastgeber erneut die Führung durch Thomas Kremhelmer mit dem Treffer zum 2:1 gelang.

Im Schlussdrittel wurden die Fans in ein Wechselbad der Gefühle geschickt. Als abermals Trautmann auf Zuspiel von Lackner in der 46. Minute den Ausgleich erzielte, schienen die Aicher sogar Oberwasser zu bekommen – Waldkirchen drohte die erste Saisonniederlage. Dann musste der Spielertrainer der Gastgeber Weinzierl sechs Minuten vor Schluss wegen Hakens auf die Strafbank. In diesen zwei Minuten hatten der Waldkirchner Goalie Kondelik und seine Vordermänner zwar alle Hände voll zu tun, ein Treffer für die Aicher wollte aber nicht fallen.

Die Entscheidung bahnte sich an, als Weinzierls Strafzeit ohne Folgen geblieben war, der Spielertrainer wieder auf das Eis durfte und nur 30 Sekunden später ein Aicher auf die Strafbank musste. Die Crocodiles packten die Gelegenheit beim Schopf und Dominik Barz versenkte den Puck 2:22 vor der Schlusssirene im Gästetor.

 

post

EVA entzaubert Münchner Luchse

Ein wahres Feuerwerk brannten die Aicher Eishackler beim überzeugenden 8:1 Sieg gegen die hochkarätig besetzten Münchner Luchse ab und wurden dafür zurecht von ihren Fans gefeiert. Ein solches Ergebnis hätten vor dem Spiel die kühnsten Optimisten nicht erwartet. Die Münchner kamen mit vier Siegen aus fünf Spielen nach Moosburg und waren daher klarer Favorit. Die Neuzugänge aus der Bayernliga Nuss, Held und Cesak waren allesamt mit an Bord, ebenso wie der Ex-Aicher Vitali Kunstmann.

Allerdings zeigten die Aicher, dass sie sich für die schwache Leistung der vergangenen Woche rehabilitieren wollten und lieferten von Beginn an ein schnelles und schnörkelloses Spiel. Bereits in der 7. Spielminute ließ es der Aicher Toptorjäger Tarek Mustapha nach schöner Vorarbeit von Jarczyk und Weinberger zum ersten Mal klingeln. Kurz darauf erhöhte Stefan Urzinger mit einem satten Schlagschuss in Überzahl auf 2:0. Das schmeckte den Gästen gar nicht und in der Folge kam es wiederholt zu einigen Nickligkeiten. Einen Bärendienst erwies dabei der Münchner Schiller seiner Mannschaft mit einem Kopfstoß, der vom aufmerksamen Schiedsrichtergespann regelgerecht mit einer Matchstrafe geahndet wurde. In der daraus resultierenden Überzahl erhöhte dann erneut Urzinger (Korn, Scholz) zum 3:0 Pausenstand.

Das zweite Drittel begann ganz nach dem Geschmack der Aicher Fans. In der 22. Minute bediente Trautmann mit einem Traumpass über fast 40 Meter den an der blauen Linie lauernden Tarek Mustapha und dieser hämmerte den Puck humorlos zum 4:0 in die Maschen. Als in der 28. Minute Scholz und Lackner mustergültig für Daniel Korn vorbereiteten, vollendete dieser zum 5:0 und das Stadion stand Kopf! Für den Ex-Moosburger Cesak war das zu viel, er verließ entnervt sein Gehäuse und machte es sich fortan auf der Ersatzbank bequem.

Obwohl die Aicher zu diesem Zeitpunkt eine vermeintlich beruhigende Führung herausgeschossen hatten, war man sich bewusst, dass die Münchner noch nicht geschlagen waren. Und tatsächlich wirkte der Torwartwechsel als Wachmacher für die Gäste, die fortan besser ins Spiel kamen. Die Folge war der Anschlusstreffer zum 1:5 durch Nuss in der 33. Minute. Als zum Ende des zweiten Drittels die Aicher eine fast 2-minütige 3 gegen 5 Unterzahl zu überstehen hatten, merkte man auf den Rängen, dass es durchaus nochmal spannend werden könnte. Allerdings ließen die Gäste diese Chance verstreichen und der EVA konnte mit einer beruhigenden Führung ins letzte Drittel gehen.

Letzte Zweifel beseitigte Lackner mit dem 6:1 kurz nach Wiederbeginn und als sich kurz darauf Thomas Pollner (Wild) in Unterzahl durchtankte und auf 7:1 erhöhte, war die Messe endgültig gelesen. In der Folge machten die Aicher nicht mehr als nötig, der MEK fand nicht mehr ins Spiel und hatte sich augenscheinlich auch aufgegeben. Den Schlusspunkt zum 8:1 setzte Jarczyk (Urzinger) in der 60. Spielminute, nachdem Scholz zuvor die Scheibe nicht im leeren Tor unterbrachte.

Unschöne Szenen gab es dann nach dem Schlusspfiff vom ausgewechselten Münchner Goalie, der für seine verbalen Entgleisungen gegenüber den Schiedsrichtern noch eine Matchstrafe aufgebrummt bekam und damit im Rückspiel am kommenden Samstag im Olympiastadion gesperrt ist.