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EV Aich vor dem ersten Test

24.09.2025. Die Vorbereitungen für die neue Saison beim EV Aich sind im vollen Gange. Nach Sommertraining, Leistungstest und Trainingslager im heimischen Eisstadion freuen Mannschaft und Trainer sich auf die ersten Vorbereitungsspiele für die neue Saison. Der erste Test findet bereits am kommenden Samstag um 17.15 Uhr zuhause gegen den ESV Dachau statt.
Bis dahin gab es aber für die Verantwortlichen einiges zu tun, sodass von der Sommerpause für sie nicht viel zu spüren war. Die wichtigste Personalie war die Besetzung der Trainerposition, da der langjährige Coach Georg Herrmann nach neun Jahren in den verdienten „Trainer Ruhestand“ ging. Mit Ben Doucet konnte ein Hochkaräter verpflichtet werden. Der Kanadier, der zwischenzeitlich über einen deutschen Pass verfügt, war in den neunziger Jahren Topscorer in der DEL, dreimal deutscher Meister und Nationalspieler. Nach mehreren Stationen als Trainer, auch beim EV Moosburg, lebt er seit einigen Jahren mit seiner Frau in Landshut.

Viele schmerzhafte Abgänge, aber auch zahlreiche Neuzugänge

Auch innerhalb der Mannschaft mussten nach mehreren Abgängen die Positionen neu besetzt werden, um wieder eine schlagkräftige Truppe ins Rennen schicken zu können. Mit Andreas Koller wird der Topscorer der letzten Saison seine Karriere beenden. Die Drittplatzierten in der Scorerliste Lorenz Dichtl sowie der Südtiroler Philipp Pechlaner stehen ebenfalls nicht mehr zur Verfügung.
Auch bei der Torhüterposition müssen die Aicher einen herben Verlust hinnehmen. Johannes Pfafferott wird ebenfalls seine Schlittschuhe an den Nagel hängen. Genauso wie der Verteidiger Alexander Neumeier. Mit Sebastian Lachner und Daniel Krzizok verlieren die Aicher zwei sogenannte „Unterschiedsspieler“, bei denen es aufgrund von Verletzungen noch nicht sicher ist ob beziehungsweise wann sie wieder zur Verfügung stehen. Demgegenüber stehen die Neuzugänge Johannes Probst, Benjamin Obermaier, Alexander Asen, Giuseppe Parlato, Maximilian Böck, Vincenz Maier (alle EV Moosburg) sowie die beiden U20 Spieler Teo Herpich (EHC Klostersee) und Fabian Molnar (EV Dingolfing). Außerdem verstärken die Rückkehrer Daniel Korn, Jannis Gabler und Alexander Braun den Kader. Mit Erik Beer konnten die Aicher einen jungen tschechischen Kontingentspieler gewinnen, der letztes Jahr für den ERC Regen stürmte.

Fünf Vorbereitungsspiele bis Saisonbeginn

Zur Saisonvorbereitung wurden fünf Vorbereitungsspiele vereinbart: EV Aich – ESV Dachau (27. September, 17.15 Uhr); EV Aich – ESC Holzkirchen (4. Oktober, 17.15 Uhr); TSV Schliersee – EV Aich (5. Oktober); EHC Regensburg – EV Aich (11. Oktober, 20:20 Uhr) EV Aich – EHC Regensburg (17. Oktober, 19.30 Uhr).


Am 24. Oktober ist dann der offizielle Start der Bezirksliga-Hauptrunde. Insgesamt kämpfen 39 Mannschaften, die in vier Gruppen (Mitte, Nord, Süd, West) aufgeteilt sind, um den Titel Bayerischer Bezirksliga Meister. Die Gruppe Mitte, in der auch der EV Aich antritt, ist insgesamt mit 11 Mannschaften besetzt. Dazugekommen sind gegenüber der letzten Saison die 1b des EV Dingolfing sowie der Münchner EK. Außerdem sind mit dabei der ESV Dachau, ESC Dorfen 1b, SE Freising, ESV Gebensbach, EC Pfaffenhofen 1b, ERC Regen, ESC Vilshofen, EHC Waldkraiburg 1b. Somit ergeben sich 20 Meisterschaftsspiele. Letzter Spieltag ist der 15.02.2026. In den anschließenden Play-off Serien wird der Bayerische Meister und sportliche Aufsteiger in die Landesliga ermittelt. Für das Play-off Viertelfinale sind jeweils der Bestplatzierte und der Zweitbestplatzierte der Gruppen Mitte, Nord, Süd und West qualifiziert.

Erstes Eistraining am 16.09.2025
Erstes Eistraining am 16.09.2025
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EV Aich verpflichtet Ben Doucet als neuen Trainer

25.07.2025. Mit der Verpflichtung von Benoit Doucet als neuen Trainer ist dem EV Aich wahrlich ein Coup gelungen. Der gebürtige Kanadier bringt jahrelange Erfahrung auf dem Eis mit, welche er unter anderem in der AHL (American Hockey League), der kanadischen Nationalmannschaft und über viele Jahre in der deutschen Eishockey Bundesliga sammelte. Den Eishockeyfans aus der Region dürfte Doucet vor allem aus seiner Zeit beim EV Landshut bekannt sein. Dort schoss er in der Saison 1990-91 in einer Spielzeit 54 Tore, bis heute traf keiner öfter. Der EVL konnte ihn nicht halten, Doucet wechselte nach Düsseldorf und wurde dreimal deutscher Meister. Durch seine Einbürgerung war er dann auch für die deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt und durfte neben drei Weltmeisterschaften auch zweimal an den Olympischen Spielen teilnehmen.

Hinter der Bande steht er nun seit 2005, angefangen in Kanada, über die Fischtown Pinguins Bremerhaven (DEL2), Waldkirchen, Moosburg und zuletzt erneut beim Landesligisten Waldkirchen. In seiner Vorstellung nannte er die Schwerpunkte seiner Arbeit als Trainer. Nach seinen Worten wolle er die Mannschaft und jeden einzelnen Spieler weiterentwickeln. Besonders wichtig ist ihm der Zusammenhalt in der Mannschaft und eine gute Stimmung in der Kabine.

Er sagt von sich selbst, dass er ein schlechter Verlierer sei und deshalb von seinen Spielern maximalen Einsatz verlangt. Körperliche Fitness ist für ihn unerlässlich, auch deswegen, um Verletzungen zu vermeiden. Um das zu erreichen bekam jeder Spieler einen individuellen Trainingsplan zur Vorbereitung auf die Saison. Beim Fitnesstest am 13. September konnte sich der neue Trainer seine Schützlinge zum ersten Mal in Aktion ansehen, allerdings noch auf der Tartanbahn. Danach spendierte er seiner Mannschaft ein gemeinsames Mittagessen.

Das Eistraining startet für die Aicher am 16. September. Vom 19. bis 21. September findet ein Trainingslager in der heimischen Clariant-Arena statt. Bis zum Saisonbeginn Mitte Oktober bereiten sich die Aicher mit fünf Testspielen gegen Dachau, Holzkirchen, Schliersee und Regensburg (Hin- und Rückspiel) vor.

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Fleming und Pechlaner verlassen den EV Aich

24.08.2025. Vor einigen Wochen hieß es Abschied zu nehmen. Ian Fleming kehrt nach zwei Jahren beim EV Aich wieder in die USA zurück. Gemeinsam mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen kam der sympathische US-Amerikaner beruflich nach München und über gemeinsame Bekannte entstand der Kontakt zum EV Aich. Nachdem die Ausrüstung verschifft war und die internationalen Passformalitäten geklärt waren konnte es endlich losgehen. Die Integration in die Mannschaft klappte sofort und das nicht nur weil er perfekt deutsch spricht. In zwei Saisonen absolvierte Fleming, der zwischendurch immer wieder beruflich in die USA reisen musste, 19 Spiele für die Aicher und erzielte dabei 4 Tore und 5 Assists sowie 20 Strafminuten. Besonders in Erinnerung bleiben wird sein Ausgleichstreffer kurz vor Schluss im Playoffspiel in Mitterteich, auch wenn die Aicher am Ende im Penaltyschießen den Kürzeren zogen.

Eigentlich war geplant, dass Fleming mit seiner Familie für drei Jahre in Deutschland bleiben kann. Sein Arbeitgeber beorderte ihn jetzt aber schon wieder zurück, sodass die gemeinsame Zeit leider zu Ende geht. Zum Abschied überreichte ihm ein Teil der Mannschaft als Andenken noch sein Trikot mit der Nummer 15. Wir wünschen Ian und seiner Familie alles Gute und hoffen natürlich auf ein baldiges Wiedersehen.

Während der Abschied von Fleming schon länger bekannt war kommt der Abgang des zweiten Importspielers der vergangenen beiden Spielzeiten überraschend. Philipp Pechlaner teilte den Verantwortlichen kürzlich mit, dass er kommende Saison nicht mehr für die Aicher auflaufen wird sondern es in der Landesliga versuchen will. Der Südtiroler kam Anfang der Saison 2023/24 aus Ritten zum EVA, weil er mit seiner Freundin nach München zog. Auf dem Eis zeigte er sofort seine spielerische Klasse, was angesichts seiner Erfahrung aus der italienischen Juniorennationalmnnschaft und der Alps Hockey League nicht überraschte. In zwei Jahren im rot-weißen Aicher Trikot sammelte der sympathische Mittelstürmer, der immer mit einem Lachen in die Kabine kam, insgesamt 47 Scorerpunkte (19 Tore, 28 Assists) in 30 Spielen. Aber nicht nur offensiv zählte Pechlaner zu den absoluten Leistungsträgern im Team, auch defensiv arbeitete er unermüdlich. Vergangene Saison stellte er sich trotz einer Schulterverletzung in den Dienst der Mannschaft und spielte lange Zeit deutlich gehandicapt. Mit zwei Playoffteilnahmen kann er auch für sein Team auf eine erfolgreiche Zeit beim EV Aich zurückblicken. Sein Abgang schmerzt deshalb umso mehr, ein gleichwertiger Ersatz wird für die Verantwortlichen kaum zu finden sein. Wir wünschen „Peppi“ natürlich trotzdem alles Gute bei seinem neuen Verein und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen, am liebsten auf dem Eis im Aicher Trikot.