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Torreiches Duell mit Happy End für den EVA

27.10.2026. Mit den Eisbach Warriors München gastierte am Sonntagabend ein Liganeuling in der Clariant Arena, der bereits vor Saisonbeginn für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Die junge Mannschaft, die überwiegend aus dem Nachwuchs von Red Bull München stammt, hatte ihre Vereinsgründung erst kurz vor Beginn der Punktspiele unter Dach und Fach gebracht. Dennoch eilt den Münchnern bereits ein beachtlicher Ruf voraus.

Nach eigenen Angaben sieht sich das Team bestens aufgestellt, um möglichst schnell den Aufstieg in höhere Spielklassen zu schaffen. Dass diese Ambitionen durchaus ernst zu nehmen sind, hatten die Warriors in ihren bisherigen drei Saisonspielen bereits unter Beweis gestellt. Gegen Gebensbach und Dorfen gab es zwar zwei Niederlagen, zuletzt feierten sie aber einen 4:1-Erfolg gegen Berchtesgaden. Die Aicher waren also gewarnt und taten gut daran, die selbstbewusst auftretenden Gäste nicht zu unterschätzen.

Von Beginn an zeigten die läuferisch starken Münchner, dass sie nicht ohne Grund als unangenehmer Gegner gelten. Mit viel Tempo erspielten sie sich gute Torchancen und setzten die Gastgeber früh unter Druck. Der EVA hatte zwar gleich zu Beginn zwei gute Gelegenheiten zur Führung. Als in der vierten Spielminute ein Aicher auf die Strafbank musste, nutzten die Gäste ihre Überzahl konsequent und gingen mit 1:0 in Führung. In der elften Minute legten sie mit dem zweiten Treffer nach.

Der EV Aich ließ sich davon jedoch nicht entmutigen und fand zunehmend besser ins Spiel. Noch vor Ende des ersten Drittels gelang Vincenz Maier nach Vorarbeit von Andreas Sperling und Giuseppe Parlato mit einem platzierten Schuss von der blauen Linie der wichtige Anschlusstreffer zum 1:2.

Auch im zweiten Drittel drückten die Eisbach Warriors aufs Tempo und schnürten die Aicher zeitweise im eigenen Drittel ein. In dieser Phase war es vor allem Torhüter Carlo Schwarz, der seine Mannschaft mit starken Paraden im Spiel hielt. Etwas überraschend fiel in der 30. Spielminute der Ausgleich: Brian Dunford (Giuseppe Parlato /Max Retzer) traf ins kurze Eck zum 2:2. Die Freude der Gastgeber währte allerdings nur kurz, denn praktisch im Gegenzug stellten die Münchner die Führung wieder her. Doch die Rot-Weißen bewiesen Moral. Alexander Braun wurde von Christian Koller auf die Reise geschickt, umkurvte das gegnerische Tor und brachte den EV Aich erneut zurück ins Spiel. In der Folge übernahmen die Gäste allerdings wieder die Kontrolle und konnten bis zum Ende des Mittelabschnitts auf 5:3 davonzuziehen. Erschwerend kam hinzu, dass Philipp Heiles unglücklich in di Bande krachte und verletzt ausschied.

Trotz des Zwei-Tore-Rückstands und zwangsweise umgestellter Sturmreihen gaben sich die Gastgeber nicht geschlagen. Gerade einmal 21 Sekunden waren im Schlussdrittel gespielt, als Brian Dunford nach Vorarbeit von Giuseppe Parlato und Max Retzer mit seinem zweiten Treffer des Abends und auf 4:5 verkürzte.

In der Folge drängte der EV Aich auf den Ausgleich und erspielte sich aussichtsreiche Möglichkeiten. Der ersehnte Treffer ließ jedoch lange auf sich warten. Erst in der 59. Spielminute wurden die Bemühungen belohnt: Aichs „Italo-Bayer“ Giuseppe Parlato (Markus Gröger/Max Retzer) setzte sich mit einer sehenswerten Einzelleistung durch und traf zum viel umjubelten 5:5 Ausgleich.

Im anschließenden Penaltyschießen entschärfte Carlo Schwarz wieder alle drei Penaltys der Gäste. Bei den Aichern behielt Giuseppe Parlato die Nerven, verwandelte flach durch die Beine des Keepers und sicherte seinem Team den Zusatzpunkt.

Damit war der umkämpfte Erfolg perfekt: Nach einem zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand hatten sich die Aicher mit einer beeindruckenden Leistung zurückgekämpft und die Partie im Penaltyschießen für sich entschieden. Ein spannender Eishockeyabend in der Clariant Arena, der einmal mehr zeigte, dass sich die Aicher auch von einem Rückstand nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Strafzeiten: Aich 10 Min., München 6 Min.