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EV Aich verliert im 2. Halbfinalspiel knapp mit 3:5 gegen Waldkirchen

In einem umkämpften und bis zur letzten Minute spannenden Halbfinalthriller musste der EV Aich vor über 400 Zuschauern eine alles in allem unglückliche Niederlage gegen die Waidler einstecken. Die Gäste aus dem Bayerischen Wald kamen in Bestbesetzung und legten gleich los wie die Feuerwehr. Nach 46 Sekunden die erste gute Gelegenheit durch Barz, die er aber nicht verwerten konnte. Ähnlich erging es kurz darauf EVA-Kapitän Urzinger, der frei vor dem gegnerischen Torhüter zum Schuss kam.

Die Niederbayern hatten in dieser Phase mehr Spielanteile. Als sie in der 6. Minute einen Spieler auf der Strafbank hatten, gelang ihnen ein Konter über Vokaty und Barz, der Linus Messerer im Aicher Tor keine Chance ließ. In der Folge zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich durch Neumeier und Trautmann, die aber vom gegnerischen Goalie vereitelt wurden. Eine Überzahlsituation in der 11. Minute nutzte erneut der der ehemalige DEL-Profi Barz in Reihen der Waldkirchner nach Vorlage von Vokaty zum zweiten Treffer. Als zum Ende des ersten Drittels ein Waldkirchner auf der Strafbank saß, lag der Anschlusstreffer erneut in der Luft, wollte aber nicht gelingen.

Kurz nach Wiederanpfiff kreuzte erneut Barz gefährlich vor Messerer im Aicher Tor auf, der aber mit einer tollen Parade ein weiteresTor verhinderte. In der 30. Minute geriet der EVA in eine doppelte Unterzahl. Andreas Koller (Puntureri/Neumeier) konnte die Scheibe im eigenen Drittel abfangen und versenkte den Puck zum 1:2 Anschlusstreffer ins lange Eck. „Als Andi dieses Tor schoss ging nochmal ein Ruck durch die Truppe und wir waren den Rest des Spiels die bessere Mannschaft“ so der Aicher Coach Georg Herrmann nach dem Spiel, „aber an der ein oder anderen Stelle hat uns heute einfach das Glück gefehlt.“

Immer noch mit drei gegen fünf in Unterzahl mussten die Aicher den dritten Treffer der Crocodiles durch Vokaty hinnehmen. Pech hatten die Aicher, als ein Schuss von Vokaty durch Schreyer abgefälscht wurde und so unhaltbar zum 4:1 einschlug. Die Aicher steckten aber trotzdem nicht auf und kämpften aufopferungsvoll weiter. In Überzahl wurde Andreas Koller von Puntureri bedient und der erzielte den zweiten Aicher Treffer. Als in der 37. Minute ein Waldkirchner nach einem üblen Bandencheck eine Spieldauerstrafe bekam, hatten die Aicher 5 Minuten in Überzahl die Chance zum Anschlusstreffer, der aber nicht gelingen sollte.

Das letzte Drittel stand ganz im Zeichen des Aicher Sturmlaufs, der von den zahlreichen Aicher Zuschauern lautstark unterstützt wurde. Gleich zu Beginn hatten Scholz und Korn beste Chancen, aber es fehlte an diesem Abend einfach das Quäntchen Glück. In der 57. Minute war es aber dann soweit. Den Schuss von der blauen Linie von Christian Koller konnte der Gästetorhüter nicht festhalten und Matt Puntureri war mit dem Anschlusstreffer zum 3:4 zur Stelle.

Und der Rest war nichts für schwache Nerven. Mehrfach lag der Ausgleich in der Luft, aber der wollte einfach nicht gelingen. Der Aicher Coach setzte alles auf eine Karte und ersetzte den Torhüter mit einem 6. Feldspieler. Mit einem Befreiungsschuss aus dem eigenen Drittel trafen die Gäste dann aber 15 Sekunden vor Schluss zum entscheidenden 3:5.

 

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Halbfinal-Heimspiel gegen Waldkirchen

Zum zweiten Spiel im Halbfinale um die Bayerische Meisterschaft empfängt der EV Aich am Samstag, 10. März den ESV Waldkirchen in der heimischen Sparkassenarena. Die Waldkirchner wollen mit aller Macht in die Landesliga aufsteigen und haben ihren Kader zu Saisonbeginn entsprechend aufgerüstet. Prunkstück ist dabei die Offensivabteilung der Waitler, angeführt von Ex-Profi Barz und dem langjährigen Bayernliga-Top-Stürmer David Vokaty, der in seiner Pfaffenhofener Zeit in 19 Spielzeiten unglaubliche 1.225 Scorerpunkte verbuchen konnte. Dass er nichts von seiner Klasse eingebüßt hat beweist der mittlerweile 40-jährige seit heuer auch im Waldkirchner Dress. Mit beachtlichen 25 Toren und 49 Vorlagen in 21 Spielen führt er dort die Scorerliste an. Aber auch seine Sturmpartner wissen wo das Tor steht, insgesamt 131 Tore erzielten die Waldkirchner in 18 Spielen der Bezirksliga Gruppe 1.

Dabei sah es zu Saisonbeginn gar nicht rosig aus, sogar die Playoff-Qualifikation schien nach drei Niederlagen aus den ersten fünf Partien schon verspielt zu sein. Danach lief es aber wie am Schnürchen, als Verstärkung wurden kurzerhand noch zwei junge Österreicher verpflichtet und dank des Bayreuther Ausrutschers am vorletzten Spieltag konnten die Waldkirchner die Meisterschaft in der BZL-Gruppe 1 bejubeln. Im Viertelfinale schaltete Waldkirchen in drei Spielen Waldkraiburg aus und sicherte sich dank des besseren Torverhältnisses das Heimrecht für’s Halbfinale gegen den EVA. Das erste Aufeinandertreffen im Halbfinale am vergangenen Sonntag endete mit einem Herzschlagfinale. Obwohl Waldkirchen zuhause stark ersatzgeschwächt antreten musste (u.a. fehlten die Topscorer Vokaty und Barz) lieferten sie dem EVA einen aufopferungsvollen Kampf bis zur letzten Minute und mussten sich erst 12 Sekunden vor Schluss durch den Siegtreffer von Matt Puntureri zum 7:6 geschlagen geben.

Die Aicher müssen sich heute auf jeden Fall auf einen anderen Gegner einstellen als beim ersten Spiel, da die Waldkirchner diesmal voraussichtlich in Bestbesetzung auflaufen können. EVA-Trainer Herrmann war vor allem mit der Defensivleistung im ersten Spiel alles andere als zufrieden und hat im Training die entsprechenden Schwerpunkte gesetzt. Gleichzeitig ist er sich aber auch sicher, „dass wir zuhause anders auftreten werden als im ersten Spiel.“

Bis auf die langzeitverletzten Pollner und Rotzinger sind beim EVA alle Mann an Bord. Ein Aicher Sieg wäre gleichbedeutend mit dem Finaleinzug, bei einer Niederlage käme es am Sonntag zum entscheidenden dritten Spiel in Waldkirchen.

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Halbfinal-Thriller in Waldkirchen

Foto: Facebook-Seite ESV Waldkirchen

Nach dem überzeugenden 5:2 Erfolg gegen Bayreuth am Freitag und dem damit verbundenen Halbfinaleinzug stand für den EVA schon am Sonntag das erste von maximal drei Spielen gegen den ESV Waldkirchen an, der sich seinerseits in drei Spielen gegen Waldkraiburg durchgesetzt hatte.

Waldkirchen war stark ersatzgeschwächt in die Partie gegangen und anscheinend nahmen die Aicher den Gegner deshalb etwas auf die leichte Schulter. Die Gastgeber nutzen gleich zu Beginn eine 5 gegen 3 Überzahl durch den Österreicher Pichler zum Führungstreffer und legten keine zwei Minuten später das 2:0 nach. Das war aber dann offenbar der nötige Weckruf für den EVA. Lukas Ströbl zog einfach mal von der blauen Linie ab und Stephan Kreuzer lenkte den Puck unhaltbar ins Netz. Die erste Überzahlsituation in der 12. Minute für den EVA verwertete Herbert Jarczyk (A. Koller / Puntureri) zum Ausgleich und keine zwei Minuten danach – wieder in Überzahl – traf Alexander Neumeier zur erstmaligen Führung. Waldkirchen reagierte mit einer Auszeit, um sich gegen die ins Rollen gekommenen Aicher wieder zu sammeln. In der Folge waren auf beiden Seiten teils hochkarätige Chancen zu verzeichnen, vor allem die schnellen Angriffe der Waldkirchner stellten die Aicher Abwehr immer wieder vor erhebliche Probleme. Kurz vor Drittelende schlug der EVA aber nochmal zu. Matt Puntureri tankte sich unwiderstehlich durch das gegnerische Drittel und Andreas Koller musste bei Spielzeit 19:59 am langen Pfosten nur noch den Schläger hinhalten.

Das zweite Drittel begann ganz nach dem Geschmack der wieder zahlreich mitgereisten Aicher Fans unter den 250 Zuschauern. Als ein Waldkirchner auf der Strafbank saß dauerte es gerade mal vier Sekunden, bis Christian Koller nach einem gewonnenen Bully von Jarczyk die Führung auf 5:2 ausbaute. Angesichts der dünnen Waldkirchner Personaldecke hätte man jetzt erwarten können, dass dies die Vorentscheidung sein musste. Aber die Gastgeber gaben sich noch lange nicht geschlagen und kämpften wie die Löwen. Mehrfach stand EVA-Goalie Pfafferott im Mittelpunkt und bewahrte seine Mannschaft vor dem Anschlusstreffer. Nach einem kollektiven Aicher Blackout in der 33. Minute war aber auch er machtlos, als Waldkirchen durch einen Alleingang von Schreyer zum 3:5 traf.

Im dritten Abschnitt mobilisierte Waldkirchen die letzten Kräfte, der EVA hingegen schien teilweise wie paralysiert. Nicht einmal eine Minute war gespielt und es stand es nur noch 5:4 aus Aicher Sicht. Zwar konnte Matt Puntureri (A. Koller) wenig später den alten Abstand wieder herstellen, aber auch das brachte keine Ruhe ins Aicher Defensivspiel. Als Waldkirchen schon in der 45. Minute auf 5:6 herankam, begann das große Zittern. Der EVA konnte nur noch wenige Akzente nach vorne setzten und hing im eigenen Drittel teilweise gehörig in den Seilen. Die logische Konsequenz war schließlich der Ausgleichstreffer für Waldkirchen in der 56. Minute durch Pekarek. Als alles schon auf eine Entscheidung im Penaltyschiessen hindeutete schlug die Stunde von Matt Puntureri. Nach einem Bully im gegnerischen Drittel kam die Scheibe über Jarzcyk und A. Koller irgendwie vor den Kasten und der US-Boy machte 12 Sekunden vor der Schlusssirene den glücklichen und umjubelten Siegtreffer.

Dadurch konnte der EVA zum 1:0 in der „best-of-three“-Serie vorlegen. Das zweite Spiel findet am kommenden Samstag, 10. März um 17:15 Uhr in der heimischen Sparkassenarena statt. Ein mögliches drittes Spiel wäre am 11. März wieder in Waldkirchen.

Im anderen Halbfinale gewann die SG Lindenberg das erste Spiel gegen Geretsried mit 4:1. Die Sieger des Halbfinales ermitteln im Finale den Bayerischen Meister, die Verlierer spielen um Platz 3.